Ich habe ein besonderes Gehirn.

Ursprünglich in englischer Sprache erschienen auf meinem niederfrequenten Musikblog roots & engines.

Ich war schon immer eine langsame Arbeiterin. Ich bin durch die Schule gekommen, indem ich mich meiner angeborenen Intelligenz bedient habe. Auf der Universität geriet ich in Schwierigkeiten, da ich – mir selbst überlassen – nicht besonders gut darin bin, Dinge erledigt zu kriegen und wenn ich nicht Heerscharen von Tricks, Hacks und Strategien anwende, bin ich miserabel in puncto Zeitmanagement. Ich tendiere dazu, zu spät zu kommen und ich habe null Zeitgefühl. Ich bin eine Nachteule. Aber irgendwie habe ich dann doch meinen Uni-Abschluß gebacken gekriegt.

Als ich meinen ersten Job [nach der Uni] antrat, hörten die Dinge auf, so gut zu gehen. weiterlesen »

#bodypositivepractice: Mindful Yoga und ich

Ich habe mich ja lange gegen Yoga gesperrt. Aus so einer Rebellion heraus, und auch, weil ich ansonsten weniger ruhige Bewegungspraktiken eigentlich vorziehe.

Jetzt sieht’s aus, als könnte das doch was mit mir und Yoga werden – und zwar gerade eine sehr ruhige Form davon…

Ich habe im letzten halben Jahr festgestellt, daß mein Nervensystem anders ist. Ich funktioniere an einigen Stellen nicht normal und fange langsam an, das ernst zu nehmen und vor allem zu akzeptieren. Manche Sachen stören nach wie vor, zum Beispiel das Chaos in meinem Kopf, das ich an manchen Tagen einfach nicht geordnet kriege. Dann bleibe ich z.B. auf Katzenvideos hängen, weil gerade drei absolut wichtige und dringende Sachen gemacht werden wollen und ich es nicht auf die Reihe bringe, zu entscheiden, mit welcher ich anfange, oder weil dreißig halbbewußte Prozesse in meinem Kopf laufen und ich ständig den Faden verliere.

Ich habe auch in den letzten zwei Wochen festgestellt, daß mir an genau so einem Punkt Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) hilft, und darüber kam ich auf Youtube sehr schnell an „Mindful Yoga“-Videos. Seitdem mache ich morgens gerne zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde davon. Die Sanftheit der meisten Workouts ist für mich morgens gerade richtig (gerade wenn ich eigentlich noch nicht richtig wach und leistungsfähig bin und noch keinen Bock habe, mich anzustrengen) und der Fokus liegt ja auf dem meditativen Charakter. Wenn ich den Tag so anfange, ist mein grundsätzliches Konzentrations- und Gelassenheitslevel meistens höher und das Kopfchaos-Level geringer.

Eine Geheimwaffe ist auch das nicht, aber es hilft.

Esoterik und Esoterikkritik, Teil 4: Welche Kritik trage ich mit?

Letzten Herbst habe ich eine Serie über die Kritik am Esoterischen begonnen und einen vierten Teil versprochen. Besser spät als nie: Hier ist er.

Es sollte aus meinen letzten Teilen klar geworden sein, daß ich mich nicht guten Gewissens klar von „esoterischen“ Dingen abgrenzen kann, da der Begriff „Esoterik“ so schwammig ist und in Deutschland nach Belieben auf jede nicht kanonisierte, formalisierte und organisierte spirituelle/religiöse Praxis angewandt wird – und ich will mich in diesem Punkt einfach nicht ent-solidarisieren mit anderen, die nonstandard spirituality und nonstandard beliefs leben.

Meine spirituelle Praxis ist für mich unverzichtbar und empowernd. Sie hat nichts damit zu tun, kackscheißige Zustände zu zementieren. Ganz im Gegenteil: Sie stützt und ermutigt mich daran, meine nicht-normativen Aspekte zu leben und andere Denkweisen zu finden – sie ist subversiv.

Es sollte klar geworden sein, daß mich am esoterischen Markt etliches nervt und daß diese Szene für mich alles andere als gemütlich ist.

Wie jedoch sieht eine Kritik an Esoterischem aus, die ich mittrage?

„Das ist esoterisch“ an sich reicht für mich als Argument ebenso wenig wie „das geht nicht konform mit dem (konventionellen) naturwissenschaftlichen Weltbild“. „Unwissenschaftlichkeit“ ist nur dann etwas Kritikables, wenn Wissenschaft in der gegebenen Situation tatsächlich das einzige angemessene Paradigma ist. Analoges gilt für „das ist irrational“ – (westlich, weiß, maskulin konstruierte) Rationalität ist nicht immer ein sinnvolles Wertungskriterium. weiterlesen »

Barfußschuhe und ich, pt. 3: Vivo Barefoot

Auch hier gilt ein Disclaimer: Ich habe für diesen Artikel keine Gegenleistung von Vivo Barefoot erhalten; meine Barefoots habe ich von meinem eigenen Geld gekauft.

Das mit den „Barfußschuhen“ läßt mich ja nach wie vor nicht los. Der Kauf, den ich jetzt verblogge, der geht eigentlich auf Herbst 2013 zurück. Lange habe ich diese Schuhe jedoch wegen eines ziemlich seltsamen Problems kaum getragen. Dazu weiter unten. Meine bisherigen Versuche mit Barfußschuhen waren ja nicht so von Glück gesegnet – mit Vibram FiveFingers bin ich nicht gut zurechtgekommen und Leguano haben für mich auch nicht funktioniert. Diesmal ist es anders.

Meine Vivo Barefoot Schuhe von der Seite

Meine Vivo Barefoots (schon etwas getragen) von der Seite

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Mein Art Journal und ich

Ich habe mal wieder ein neues Steckenpferd adoptiert, oder vielmehr ein ganz altes ausgegraben und modifiziert: Das Malen. Genauer gesagt: Art Journaling. Eigentlich bedeutet das, ein Tagebuch mit den Mitteln der bildenden Kunst zu führen, meistens mit „Mixed Media“, das heißt Mischtechnik.

trust your dreams

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