Lesen! Links 07-12.2014

Heute mal wieder ein Linkpost mit lesenswerten Links, die mir die letzten Wochen über den Weg liefen:

Bi-Feindlichkeit und Heteronormativität: Erfahrungen einer lesbischen femme.

Im folgenden Text schreibe ich “Frauen” ohne Genderstern, wo die Zusammenhänge, in denen ich unterwegs war, derart frei von genderqueerness und trans* waren, daß es sich faktisch immer im cisgender-Frauen handelte, mit denen ich zu tun hatte.

Ferner beschreibe ich in diesem Text eher die Konzepte, die über Bi so im Schwange waren und mit denen ich zusammenstieß, als ich in der Gothicszene unterwegs war, als daß ich versuche, über Bisexuelle an sich zu reden. Ich möchte lesbische Bi-Feindlichkeit nicht mittragen und nicht mit reproduzieren!

edit 04.12.2014, 18:30: Ich vergaß: Kiturak und Puzzlestücke haben mir schon vor längerem wertvolle Anstöße für diesen Text gegeben. Danke dafür. [edit Ende]

Immer wieder poppen in meiner Timeline Diskussionen über Bi-Feindlichkeit auf. Ich möchte meine Erlebnisse dazu mal in die Waagschale werfen; ich hatte schon lange das Bedürfnis, mir meine Erlebnisse in dieser Hinsicht und meinen Kampf damit, blöde Konstruktionen von Bi für mich anders aufzulösen als mit dem in Lesbenkreisen anzutreffenden “no bi” (sprich: “Bisexuelle kommen für mich als Partnerinnen nicht in Frage”), von der Seele zu schreiben.

Es sind besonders die Jahre 1999-2002, die ich in dieser Beziehung lebhaft und schmerzhaft in Erinnerung habe. Die Diskussionen auf der Gothiclesben-Mailingliste habe ich noch ein paar Jahre länger, etwa bis 2006/07, beobachtet.

Die Konstruktion weiblicher Bisexualität in der Goth-Szene

Meine Begegnugnen mit Bisexualität haben sehr viel zu tun mit der Gothicszene. Ich war von 1999 bis ca. 2006 viel in dieser Szene unterwegs und habe sie einige Jahre als mein subkulturelles Zuhause betrachtet. weiterlesen »

Geschützt: Das mit den Wertungen.

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Gesehen: Interstellar

Dieser Blogpost kann Spoiler enthalten.

Als ich diesen Trailer sah, dachte ich mir: Ja, das könnte interessant werden.

Einige meiner Freund_innen meinten ja, das risse sie nicht vom Hocker. Für mich war’s spannend, mal einen Scifi-Film zu sehen, der deutlich realistischer und näher an der heutigen Raumfahrt zu sein schien als die meisten Space Operas, die ich bisher so gesehen hatte. Natürlich sind so einige Sachen enthalten, die heute technisch noch nicht möglich sind und von denen auch nicht erklärt wird, wie sie funktionieren (z.B. die Antriebe).

Eins kann sehr verschiedener Meinung über den Film sein. Die Special Effects sind ziemlich großartig, das Wurmloch sieht mal nicht aus wie ein typisches Scififilm-Wurmloch. Und dann ist da die absolut großartige, manchmal nachgerade gewalttätige Musik von Hans Zimmer und die unheimlich starken Bilder.

Ich kann jedoch keine definitive Empfehlung abgeben, ob eins den Film nun sehen muß oder sollte – das ist IMHO so ein Film, der manchen Leuten Spaß macht, anderen weniger, und wieder andere werden ihn hassen.

Nach dem Link kommen ein paar potentielle Spoiler. weiterlesen »

Esoterik und Esoterikkritik, Teil 3: Was ich tatsächlich zu kritisieren habe.

Nachdem ich im letzten Teil ein Loblied auf die Dinge gesungen habe, die ich an meiner Praxis als empowernd, befreiend und gut empfinde, will ich jetzt die Dinge ansehen, die ich selbst im esoterischen Feld als kritikabel und problematisch empfinde. Darunter ist etliches, was ich selbst nicht mittrage, womit ich aber immer wieder in einen Topf geschmissen werde, weil meine Praxis ja nach wie vor zum „lunatic fringe“ gerechnet wird; was jedoch nicht heißt, daß ich bereit bin, diejenigen Teile meiner Praxis, die als ‚irrational‘, ‚esoterisch‘ oder ‚okkult‘ markiert sind, auszugrenzen, um bürgerlichen Ideen von einer ‚seriösen Religion‘ zu entsprechen.

Die Sache mit dem Kommerz

Esoterik ist ein kommerzialisiertes Feld und zugleich mit einem Tabu behaftet. Das Bild, das im Bewußtsein der Mehrheit davon existiert, ist jenes der kommerzialisierten Esoterik, die Kackscheiße galore (re)produziert und gelegentlich sogar zu destruktiv-manipulatorischen kultartigen Dingen wird. weiterlesen »