Ein Lichtwecker für ryuu?

Das ryuu ist eine Eule. War es schon als Kleinkind. Nur ist diese Veranlagung nicht so wirklich kompatibel zu den Vorstellungen unserer Gesellschaft, wann der Tag anzufangen und zu enden habe, was echt unpraktisch ist. Vor 10 Uhr im Büro zu sein, ist auch nett, weil ich dann eben auch vor halb sieben wieder vom Hof reiten kann und noch was vom Abend habe (Gleitzeit ist was Feines). Daß es allerdings im Moment so dunkel ist, macht es mir um so schwerer, morgens aus dem Bett zu kommen – auch wenn es schon hell ist. Und mein Tagesryhthmus neigt in der Winterdunkelheit dazu, sich nach später zu verschieben, wenn ich nicht ganz bewußt und verdammt hartnäckig dagegen anarbeite. Ich habe schon mit meinen Followern auf Twitter darüber diskutiert, aber hier auch nochmal: Ich überlege, mir einen Lichtwecker anzuschaffen, bin aber nicht sicher, ob mir das hilft.

Zur Beurteilung der Lage: Mein Schlafzimmer geht (wie alle Zimmer meiner Wohnung) zur Straße und liegt im 2.OG, das heißt, ich habe nicht nur die immer vorhandene latente Großstadt-Helligkeit, sondern auch Straßenlaternenschein. Ich habe nur einen billigen Vorhang aus Baumwollnessel (etwas anderes würde mein Zimmer tagsüber zu dunkel machen und wäre zu schwer für die bröselige Ziegelwand, in die ein Loch zu bohren ein Glücksspiel ist; noch viel mehr, etwas an der Wand festzuschrauben), mein Schlafzimmer ist nachts daher auch nicht wirklich dunkel. Ich behelfe mir zum Einschlafen mit einer Schlafbrille, die ich bis zum Morgen meistens abgestreift habe. Grundsätzlich habe ich aber wenig Probleme damit, bei Tageslicht zu schlafen, wenn ich müde bin. Und wenn ich erstmal penne, dann penne ich. Allerdings geht meine Wohnung auch nach Norden. Wirklich intensive Tageshelligkeit, so wie Sonne, die ins Zimmer scheint, habe ich also nicht in der Bude.

Was Tips wie Wecker außer Reichweite stellen etc. angeht: da hab ich fast alles schon durch. Ich kann inzwischen, langjährig geübt, einen Wecker, der am anderen Ende des Zimmers steht, ausmachen und mich wieder hinlegen und weiterpennen, wenn ich müde bin. Geht auch mit einer Batterie von mehreren Weckern. Ohne Wecker brauche ich so acht bis neun Stunden Schlaf pro Nacht, im Moment mit Tendenz zu mehr. Dementsprechend würde ich weckertechnisch eigentlich lieber abrüsten, bevor ich irgendwann einen wegfliegenden Wecker einfangen, ausschalten und danach weiterpoofen kann.

Jetzt die Frage: Hilft unter diesen Umständen ein Lichtwecker? Was sind Eure Erfahrungen? Müßte ich das einfach riskieren, um’s mal zu versuchen, ob das das tägliche Gefecht mit dem Wecker leichter macht?

Wenn ich wirklich aufstehen muß muß muß, ganz dringend, z.B. weil ich morgens um acht einen Termin beim Arzt habe, dann klappt das übrigens. Aber nur, wenn wirklich diese von außen gesetzte Notwendigkeit da ist.

5 Kommentare

  1. Geschrieben am 21. Januar 2010 um 20:18 | Permalink

    Nachtrag zur Twitterei von heute morgen. Lichtwecker funktionieren nur in absolut dunklen Zimmern sinnvoll. Wenn es eh hell ist, macht das bisschen Licht was dazu kommt gar nichts. Alles andere ist ja schon gesagt, aber probiert doch mal die Wegstrecke zum Wecker mit vollen Wassereimern und nicht immer an der selben Stelle, so wegen Unterbewusstsein 😉

    viele Grüße silvia

  2. ryuu
    Geschrieben am 22. Januar 2010 um 11:40 | Permalink

    Boah, nee, das mit den Wassereimern wäre mir echt eine Nummer zu heftig. Die Dinger abends zu postieren, der Streß, vielleicht doch mal einen umzurennen und dann morgens erstmal Überschwemmung zu beseitigen… Und ich kenn mich: irgendwann kann ich trotz Hindernisparcours den Snooze-Button drücken und weiterpennen.

    Nu ja, vielleicht muß ich mir andere Methoden für die Wecker-Abrüstung und Aufsteh-Streß-Reduktion einfallen lassen. Ich will ja das Wettrüsten zwischen Weckerausstattung und meiner Fähigkeit, trotzdem nicht aufzustehen, beenden.

  3. Goja
    Geschrieben am 22. Januar 2010 um 14:12 | Permalink

    Befindet sich nicht in jedem guten Haushalt eine Zeitschaltuhr? 🙂 Nur zum ausprobieren müsste die doch genügen. Es wird dabei natürlich plötzlich hell und nicht allmählich.

  4. Geschrieben am 22. Januar 2010 um 21:27 | Permalink

    Hi, ich schlafe meist ohne irgendetwas vor dem Fenster (Ich wohne auf einem Dorf, da ist es sicher nicht so hell wie in der Stadt= und benutze seit etwa zwei Jahren einen Lichtwecker. Das Ding hat noch eine richtige Glühbirne mit hoher wattzahl und hellem Licht drin.

    in der ersten Zeit habe ich das Ding geliebt. Ich bin tatsächlich besser hochgekommen. Leider habe ich mich nun daran gewöhnt und ich werde besser wach, als mit einem normalen Wecker – aber so Klasse wie am Anfang ist es nicht mehr.

    Ich habe das gleiche Problem mit dem Winter und bin doch froh, dass Teil zu haben 😉

    Liebe Grüße

  5. ryuu
    Geschrieben am 23. Januar 2010 um 16:29 | Permalink

    Danke Euch für die Einschätzungen. Goja, ich muß gestehen: In meinem Haushalt gibt es keine Zeitschaltuhr…