Musik mit Pinguin I: gtick – ein flexibles Metronom

Metronom - Bildquelle: sxc.hu Wer mal Klavierunterricht hatte, erinnert sich vielleicht noch mit Grausen an das tickende Monstrum. Ich habe es von Anfang an wunderbar fertiggebracht, unbeirrt dagegen anzuspielen. Irgendwann merkte ich dann doch: Manchmal ist so ein Metronom echt nützlich – ob ich nun wissen will, wie ich mir das Tempo vorstellen muß, das der Komponist im Sinn hatte, oder als Hilfe, um einen Rhythmus auseinander- und wieder zusammenzufrickeln. Wer jetzt mit dem Computer in Reichweite übt und GNOME nutzt (ob das auch unter KDE oder anderen Fenstermanagern funzt: keine Ahnung! Aber wenn jemand von euch das zufällig ausprobiert hat: ich freu mich, wenn Ihr mir in den Kommentaren bescheid sagt), der braucht nur das kleine Paket gtick zu installieren und hat ein hochflexibles Metronom zur Hand. Nicht nur die Geschwindigkeit kann verändert werden, auch die Klangfarbe des Ticks, man kann Taktbetonungen nach Belieben einstellen (zum Beispiel die 2 und die 4 betonen, oder einen 6/8-Takt) und sich den Takt auch noch grafisch anzeigen lassen.

Da ich ja die unpluggedste aller Musiken mache (oder ist a cappella-Gesang was anderes?), habe ich auch meistens den Computer aus, wenn ich übe. Daher nutze ich das Ding nicht ernsthaft zum Üben, aber um zwischendrin mal ein Tempo zu prüfen, ist es echt nützlich. Und so sieht es aus: gtick Danke übrigens an Conny für den Tip 🙂

4 Kommentare

  1. Goja
    Geschrieben am 12. Januar 2010 um 10:20 | Permalink

    Hallo! Ist zwar völlig am Thema vorbei… ähm. Das Hintergrundbild ist nicht zufällig von einer etwas älteren Olympus? Die grünen Streifen sind mir gleich bekannt vorgekommen, meine alte C960z hat das auch. Noch ist es nur einer.

  2. Geschrieben am 12. Januar 2010 um 11:03 | Permalink

    Hiho!

    Ja, als junger Musikschüler haßt wohl jeder die machina diaboli namens Metronom. Aber mit der Zeit lernt man das Ding schätzen.

    Für mich ist es für´s üben unverzichtbar. In gewissens Übungsstadien muß man IMO einfach sein Tempo sicher überprüfen. Aber ich benutze es gerne auch, um „auf Tempo zu kommen“. Sprich: langsam anfangen und dann mit jedem Spiel das Metronom eine Tick schneller stellen.

    Aber so richtig Geige üben und während dessen den Tick vom Rechner bekommen… hm… Ich glaub, das ist mir zu umständlich und räumlich einschränken. Da benutze ich lieber mein kleines Taschen-Metronom. Auch wenn das keine verschiedenen Ticks kann.

    Auf jeden Fall ist das ein guter Tipp für alle die, die noch kein Metronom besitzen und eins brauchen: die Dinger sind nämlich erstaunlich teuer…

    LG Ansgar

  3. ryuu
    Geschrieben am 12. Januar 2010 um 11:41 | Permalink

    Hiho Goja! Der Streifen auf dem Hintergrundbild ist ein Resultat des Scannens. Das ist ein ganz altes Papierfoto, das ich dann mit einem auch ganz alten Canon-Scanner gescannt habe. Die Modellbezeichnung davon habe ich gerade nicht parat, kann ich aber gerne mal nachschauen, und mangels Rechner mit SCSI-Karte habe ich den auch nicht mehr in Betrieb.

    @Ansgar, wie gesagt, zum ernsthaften Üben nutze ich gtick auch nicht – ich habe schon vor 12 Jahren mal in ein Taschenmetronom investiert. Und das möchte ich nicht mehr missen, obwohl ich beim Singen auch dirigieren oder gehen kann. Beim Klavier-Üben habe ich es übrigens eine Zeitlang gebraucht, um ganz bewußt langsam zu spielen.

  4. Jens Grapow
    Geschrieben am 22. Februar 2011 um 12:11 | Permalink

    Hi ryuu ja, „gtick“ funzt auch unter KDE – ich hab es zumindest auf meinem PCLinuxOS-System mit KDE laufen. Kann normal aus dem Repo mit Synaptic installiert werden. Hin und wieder nutze ich es beim Mandoline-Üben.

    Gruß aus dem frostigen Bremen, Jens