GNOME oder xfce? Oder: Bastelrechnerpläne in progress

Ich mach das jetzt einfach. Der „neue“ gebrauchte Rechner ist unterwegs, ich hatte mich ja schon für Debian als Betriebssystem entschieden. Nur stellt sich mir mal wieder die Frage: welchen Desktop soll ich verwenden? KDE sieht schick aus, kommt mir aber inzwischen recht mächtig vor und nervte mich irgendwann damit, daß es recht viele Sonderwege geht, viel mitbringt, was ich gar nicht verwenden will und einige Dinge eben nicht „out of the box“ funktionierten. Mit Gnome arbeite ich auf meinem Netbook und bin ganz zufrieden damit, doch es geht sicher auch schlanker. xfce hatte ich mir auf meiner alten Wundermaschine einmal angesehen und es war mir sehr sympathisch. Mein geliebtes BloGTK 2.0 und solfege sollten da eigentlich auch funktionieren, wenn ich dafür sorge, daß die Abhängigkeiten erfüllt sind. Oder hat hier jemand Erfahrung mit der Kombination BloGTK bzw. solfege und xfce? (Andererseits: Da der neue Rechner ein Desktop-Rechner wird, mit dem ich hoffentlich eine halbwegs anständige Bildschirmauflösung hinbekomme, ist BloGTK nicht in dem Maße dringlich wie auf dem Netbook. Nur solfege möchte ich wirklich auch auf der zweiten Maschine nutzen können.) Ein wenig vermissen würde ich das hamster applet1, aber da ich damit ohnehin ein paar Aufstände machen müßte, um meine Daten zwischen den verschiedenen Rechnern – Frickel-Debian, Ubuntu auf dem Netbook und Arbeits-Windose – abzugleichen, werde ich für Zeiterfassung ohnehin vermehrt auf webbasierte Lösungen setzen.

Wenn ich die Entscheidung getroffen habe, welchen Fenstermanager ich verwende, fehlt mir nur noch eine Idee, wie die neue Datenschleuder denn heißen soll. Linuxer unter meinen Leser_innen, was verwendet Ihr? GNOME, KDE, xfce oder etwas ganz anderes?

  1. das ich testweise die letzten Wochen verwendet habe

3 Kommentare

  1. Goja
    Geschrieben am 17. März 2010 um 21:44 | Permalink

    xfce erinnert mich vom Aussehen an vue, den Window-Manager von HP-UX und weckt in mir nostalgische Gefühle an die Anfangszeit des www. Also wenn schon nicht amiwm http://www.lysator.liu.se/~marcus/amiwm.html … dann xfce und der Geek-Factor stimmt wieder. 😉

  2. Geschrieben am 18. März 2010 um 12:50 | Permalink

    Also ich bin ja Gnome-User. KDE mag ich aufgrund der Aufgedunsenheit nicht mehr sonderlich. Xfce hab ich mir leider noch nicht so angeschaut. Ich würd behaupten, dass ich am Ende dennoch Gnome-Bibliotheken mitinstallieren muss, weil ich sicher das eine oder andere Programm für den Gnome-Desktop doch ganz gerne weiter benutzen wollen würde.

    Vielleicht mache ich ja mal nen Test mit meinem frischen Gentoo, da ist noch kein Window-Manager drauf (ja nicht einmal X selbst).

  3. ryuu
    Geschrieben am 18. März 2010 um 13:45 | Permalink

    Danke Euch beiden!

    Ich denke, ich werde tatsächlich erstmal xfce wagen (das schien mir mit GNOME auch verwandter als KDE mit GNOME) und berichten. Um das eine oder andere gnomische Paket komm ich vielleicht nicht rum, was aber auch kein Beinbruch ist. Immerhin kann ich inzwischen apt-get purge und sowas. aki, ich bin gespannt, für welchen windowmanager Du Dich entscheidest, erzähl dann mal 🙂

    Achja, über die sync-Geschichte mache ich mir so langsam auch mal Gedanken. Ginge das eigentlich auch über WLAN oder muß ich auch mein Büchlein dafür ans Kabel hängen?