I heart my bash V: abcde

Ich bin ja eigentlich ein bekennender Fan von physischen Tonträgern. Uneigentlich mag ich meine Musik auch gerne auf meinem Computer haben; das ist einfach praktischer und bedeutet weniger Hantieren, CDs suchen und wieder wegräumen (vor allem nach einer langen Schreibsession, bei der ich viel Musik gehört habe…) und Unterbrechungen. Um meine gekauften CDs auch auf meine Festplatte zu bringen, brauche ich einen CD-Grabber. Da gibt es zwar eine grafische Lösung, aber auch ein Kommandozeilenprogramm namens abcde. Das liest mit ein paar wenigen Kommandos CDs in eine Vielzahl von Dateiformaten aus, liest Titelinformationen aus der Datenbank CDDB ein (wenn der Rechner mit dem Internet verbunden ist) und legt die Dateien in einem Ordner unterhalb des aktuellen ab, der standardmäßig nach dem Schema „Künstler-Albumtitel“ benannt ist.

Ein kleines Beispiel: abcde -o "ogg" -p liest die CD, die gerade im Laufwerk liegt, ein und rippt die Tracks in .ogg-Dateien, -p sorgt dafür, daß die Tracknummern mit einer führenden Null geschrieben werden (hilfreich zum Sortieren).

Für unfreie Formate, wie z.B. mp3, müssen unter Umständen Encoder nachinstalliert werden, da sie bei einigen Linux-Distributionen aus Lizenzgründen nicht dabei sind. Aber auch den flac-Encoder mußte ich erst auf meiner Debian-Maschine nachinstallieren.

Um die CD anschließend auszuwerfen, gibt es das Kommando eject, um das Tray nach dem Entnehmen der CD wieder einzufahren, dient eject -t.