Nein sagen.

Das ist was, das mir oft schwer fällt. Aber in je mehr Zusammenhänge ich mich bewege, desto mehr werde ich gezwungen, das zu lernen, weil mir dann auffällt: hier könnte ich was machen! Und da auch! Und dann kommen auch Anfragen wie: Magste nicht einen Vortrag hier halten und dort einen Artikel schreiben… Eh ich mich versehe, gehe ich viel zu viele Verpflichtungen ein. Das tut mir nicht gut. Ich leide dann darunter, daß zu wenig unverplante Zeit für mich bleibt. Also gehe ich diesen Monat nicht zu drei, vier Treffen von drei, vier verschiedenen Gruppen, die mich interessieren. Gehe vielleicht spontan ins Museum oder ins Kino, aber ohne eine Verpflichtung daraus zu machen. Vor allem nehme ich dieses Jahr nicht an Wichtelaktionen teil. Das wurde die letzten Jahre dann doch immer sehr viel Verpflichtung und Orgastreß, angesichts meiner üblichen Jultour (Æettlinge treffen, dann zur besten Freundin, dann zur Familie) samt dem dazugehörenden Planungsaufwand eigentlich zu viel und die Geschenke wurden dann doch oft nicht so perfekt, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Was Weihnachtsgeschenke angeht: Mal sehen, eine kleine Nettigkeit für die Großmama ist eigentlich Pflicht. Der besten Freundin mag ich auch eine Kleinigkeit schenken, und wenn ich sie besuchen fahre, ist ein Gastgeschenk an ihre Mutter auch drin. Ach ja, und dann mache ich auch noch einer anderen Bloggerin eine kleine Freude, was aber nicht unter “Weihnachtsgeschenk” läuft. Aber sonst? Nö. Ich versuche meine Verpflichtungen unter Kontrolle zu halten, vielleicht kriege ich sie irgendwann sogar reduziert, vielleicht kann ich es ertragen, nicht überall aktiv zu sein, sondern bestimmte Bewegungen als Randfigur, als Alliierte zu begleiten, ohne ganz mittenmang mitzumischen. Einzige Ausnahme: Mein Projekt Gesangsunterricht. Aber auch das gehört dazu, daß ich gerade meine Prioritäten klarer setzen muß – die Musik hat mir da recht laut gesagt, daß sie bei mir die erste Geige spielen will. Manche andere Projekte dagegen ertragen es, mal etwas länger liegen zu bleiben, meinem Geisteszustand dagegen tut es gut, wenn die Seele auch mal Zeit zum Atmen hat.

Ein Kommentar

  1. Geschrieben am 18. November 2010 um 15:58 | Permalink

    Zur Musik solltest du auf jeden Fall „Ja“ sagen, das kann ich nur gutheißen.