LV2: Audioeffekte und virtuelle Instrumente unter Linux

Das Thema MIDI und Musikmachen mit dem Computer war bisher eher frustbesetzt für mich. Ich brachte da schon mit Windows einfach kein Setup zustande, dessen Latenzzeit sich noch im halbwegs spielbaren Bereich bewegte. Was letzten Endes auf der Festplatte ankam, war dank der astronomischen Latenz so ungenau, daß ich schneller und frustfreier wegkam, wenn ich Noten von Hand auf Papier schrieb. Und mit dem Umstieg auf Linux hatte ich erstmal genug anderes zu tun, als mich um Realtime-Kernel und latenzfreie Treiber zu kümmern; das Thema Linux und Audio kommt mir bis dato recht komplex vor. Wohl einfach, weil ich mich damit noch nie richtig auseinandergesetzt habe, sagen mir ALSA, OSS und JACK bisher nur nebulös etwas.

Nun habe ich gerade in der aktuellen Linux User einen Artikel über LV2 (vollständiger Artikel nur in der bezahlten Ausgabe), den Nachfolger von LADSPA, gelesen. Und das macht mir echt den Mund wässrig. Wenn ich mich recht erinnere, braucht MIDI an sich recht wenig Rechenleistung. Wieviel Power dagegen so ein LV2-Plugin benötigt, das werde ich herausfinden müssen (im Zweifelsfall sind Prozessorleistung und RAM die Flaschenhälse in meinem Setup). Und einen MIDI-USB-Adapter gibt es schon für wenig Geld. Ihr seht ein gefährliches Funkeln in meinen Augen; vielleicht muß ich mein Vorhaben, bei dem größeren Musikprojekt, das ich mir da vorgenommen habe, ausschließlich auf unplugged und handgemacht zu setzen, revidieren.

2 Kommentare

  1. Geschrieben am 8. Januar 2011 um 15:09 | Permalink

    Ja, du hast recht, du wirst RAM und CPU brauchen, da die Instrumenten-Synthese unheimlich ressourcenhungrig ist, ich hab das früher schon alles mal durch gemacht (aber mit VST und nicht LADSPA).

    Außerdem kann das schon ein teurer Spaß werden, wenn man professionelle Instrumenten-DBs haben will (jedenfalls gab es bei VST so Dinger, die konnten mal gut und gerne mehrere Hundert Euro verschlingen).

  2. ryuu
    Geschrieben am 8. Januar 2011 um 17:20 | Permalink

    Ja, der begrenzende Faktor, nech… Musik kann ein teures Hobby sein. Und irgendwann wird das auch noch was mit mir und dem perfekten Musiker-PC. Ich werde erstmal sehen, was es in der freien, kostenlosen Landschaft so gibt, das ist (wie der LinuxUser-Artikel vermuten läßt) schon mal eine Menge. Und ob meine Hardware überhaupt in irgendeiner Form damit klarkommt. Priorität hat eh erst einmal ein funktionierendes Audio-Recording-Setup. Dann sehn wir weiter.