Musikalische Großtaten voraus!

In meinem Beitrag von gestern hatte ich ein musikalisches Großprojekt angekündigt. Das klingt protzig, darum eins nach dem anderen: Die letzten beiden Jahre verfolgte ich, wie Karan und 2010 dann auch Duke und Sven beim FAWM mitmachten und dabei einen tollen Song nach dem anderen raushauten. Das „Will auch!“-Gefühl wuchs und wuchs und spätestens letzten Herbst nach dem ungemein motivierenden Blind Guardian-Konzi war’s dann klar: 2010 bin ich beim FAWM mit dabei. Nachdem mich die Wurzelfrau eh schon geoutet hat, kann ich das auch mal ganz locker bekanntgeben.

Ich will einfach mal sehen, ob diese Meinung, die ich von mir habe, daß ich keine Songs schreiben kann, stimmt. Vielleicht wird’s ein Schlag ins Wasser. Vielleicht schaffe ich keine 14, sondern nur drei oder vier Songs: egal, dann bin ich dabei gewesen und stelle fest, daß das Liederschreiben nichts für mich ist, oder ich habe eine neue Leidenschaft (nur um mal zwei mögliche Enden einer Skala möglicher Ergebnisse zu nennen). Vielleicht scheitere ich gnadenlos daran, Lyrics zu schreiben oder vielleicht wird das, was ich da rauslasse, gnadenlos peinlich. Ich riskiere das – denn diese Bereitschaft, sich mit Anlauf und Schwung auf die Fresse zu packen, nimmt meiner Kreativität viele Fesseln ab. Vielleicht wird es ja auch gut. Ich fiebere jedenfalls dem FAWM schon entgegen!

Jetzt habe ich mich mal umgehört, was für Möglichkeiten es zum Aufnehmen gäbe. Eins steht fest: Ich brauche Equipment! Doch der Möglichkeiten sind, ach, so viele.

  1. Einige Leute schlugen mir vor, USB-Mikrofone zu verwenden. (Zwecks Stereoklang bräuchte ich mindestens zwei.) Hat einen klaren Vorteil: ich brauche keinen Extra-Mixer, sondern könnte die so an meine USB-Ports hängen. (Oder liegt hier ein Denkfehler?)
  2. Eine zweite Wahl wären normale Mikros und ein kleiner Mixer, damit ich den Mikro-Output dann auch in einen Audioeingang reinkriege.
  3. Jemand anders empfahl mir das Zoom H 4-N. Damit hätte ich dann ein wirklich solides Studio für die Westentasche, aber was ist, wenn ich es dann doch nicht ausreize? Zum Rumliegenlassen wäre das Gerät zu teuer… Aber ich gimpse ganz heftig.
  4. Schließlich hat das Zoom H 4-N noch eine kleine Schwester, das Zoom H 1. Hat nicht so viele Features, kostet auch nur ein Drittel. Da bin ich unschlüssig, ob’s nicht doch ein Kompromiß ist, an dem ich am Ende doch zu viel vermisse. Und ich habe auch noch nicht rausgefunden, ob das wie das H 4-N direkt in Audacity (oder ähnliche Software) eingebunden werden kann. Wenn’s das könnte, wäre das ein Argument dafür, obwohl der Gedanke, ohne Computer mehrspurig aufnehmen zu können, verdammt sexy ist. Ich will halt, egal ob mit oder ohne Computer, mehrspurig aufnehmen. Singen und Gitarre/Keyboard spielen gleichzeitig geht bei mir noch nicht ohne viel Üben.

An einen Mikrofonständer oder so sollte ich dann auch denken, so zwecks optimaler Positionierung. Da ist dann natürlich ein Standalone-Gerät schon einfacher zu handhaben als zwei Mikrofone in stereotauglicher Anordnung. Weia, ich glaube, ich muß dringend noch ein paar Dinge verhökern, die hier nur rumstehen…

Zufällig mitlesende Musiker_innen, Podcast-Produzierende, Tontechniknerds – habt Ihr Tips? Welche meiner Setup-Ideen würdet Ihr bevorzugen? Wenn Ihr mit Mikrofonen stereo aufnehmt – wie, vor allem: mit welcher technischen Lösung positioniert Ihr sie? Oder reicht für halbwegs schöne Musikaufnahmen doch schon ein gescheites Mikro? (Nach High End-Studio muß es nicht klingen, aber total schraddelig sollte das Ergebnis eben auch nicht sein. Ich habe selbst erleben dürfen, daß einem das richtig den Spaß am Aufnehmen versaut.)

Und ich liebäugele auch mit einem billigen MIDI-USB-Adapter, falls meine olle Soundkarte in nidhoeggr doch nicht reinpaßt oder dort nicht funktionieren sollte. Aber eins nach dem anderen. In der Zwischenzeit überleg ich dann mal, wie ich die softwareseitigen Rahmenbedingungen gut hinkriege.

Die Neugiersnasen können übrigens auf meinem FAWM-Profil gucken, was ich gerade so produziere. Ich verspreche aber, die Resultate auch hier im Blog zu verwerten.

2 Kommentare

  1. Geschrieben am 9. Januar 2011 um 16:24 | Permalink

    Hey, das finde ich ja sehr spannend. Da werde ich dann von Zeit zu Zeit mal reinhorchen.

  2. Geschrieben am 11. Januar 2011 um 11:55 | Permalink

    Ich werde hinhören und vielleicht gelegentlich auch mal einen Undercover-Song von mir posten.