Howto: Portable Pidgin mit OTR

Für den Fall, daß ich ein Windows benutzen muß, habe ich diverse nützliche Programme als Portable Apps auf einem USB-Stick. Eins davon ist mein liebgewonnener Instant Messenger Pidgin. Bisher dachte ich, bei einem portablen Pidgin gehen keine Plugins und damit auch keine Verschlüsselung mit Off the Record, so daß ich wohl oder übel unverschlüsselt jabbern muß … aber nach einem Gespräch über Kryptographie auf dem gendercamp (ich erinnere mich eigentlich nur noch, daß jemand meinte, auch einem portablen Pidgin müßte man eigentlich irgendwie Plugins unterjubeln können) dachte ich mir: Ja, das kann’s ja eigentlich nicht sein. Und sagte mir: GIDF. Tja, die Plugins waren auch nicht das Problem, der portable bringt sie ebenfalls von Anfang an mit, nur war ich wohl von Debian und Ubuntu verwöhnt. Dort kann ich nämlich OTR über die Paketverwaltung installieren. (Das Paket heißt, wenn ich mich richtig entsinne, pidgin-otr.) Portable Apps haben unter anderem eine Pidgin-Version mit eingebautem OTR, die sich auch ohne Adminrechte auf einen USB-Stick packen läßt. Die Installation ist simpel:

  • Paket herunterladen auf den Stick
  • Installer ausführen (Doppelklick auf die heruntergeladene Datei)
  • Wichtig: Installationsort auswählen
  • alles weitere läuft von selbst durch
  • Pidgin mit einem Doppelklick auf die Programmdatei starten
  • Im Menü von Pidgin auf Werkzeuge > Plugins gehen
  • in der Pluginliste, die sich nun öffnet, einen Haken bei „Off the Record“ setzen
  • auf „Schließen klicken
  • fertig!

Die Bedienung von OTR selbst ist im Ubuntuusers-Wiki erläutert. Super, so kann ich jetzt von nahezu beliebigen Windowsrechnern aus verschlüsselt jabbern. Vorausgesetzt natürlich, ich lasse den Stick nicht auf dem heimischen Schreibtisch liegen.

Ein Kommentar

  1. Geschrieben am 25. Mai 2011 um 10:36 | Permalink

    Dafür gibbet n flattr!

    Wobei ich feststelle, dass ich das selbst dann doch nicht brauche. Zuhause läuft auch n Ubuntu, und demnächst arbeite ich an einem Mac, und wie du weißt benutzte ich eh meinen Konsolenclient mcabber via ssh via Server. #securityredundancy 🙂