Gnome3 auf Ubuntu 11.04 in hübsch

Nachdem Gnome3 ja erstmal nicht so schön aussah auf meinem Netbook, habe ich noch ein wenig gesucht und eine Methode gefunden, die mich zufriedenstellt. Eine Warnung vorweg: Das folgende hat bei mir funktioniert, Gnome3 wird aber AFAIK noch nicht offiziell in Ubuntu unterstützt, Ihr installiert die ganze Chose also auf eigene Gefahr. Wer sichergehen will: besser noch warten.

Aber von Anfang an. Um Gnome 3 auf mein Netbook zu bekommen, habe ich erst einmal, dieser Anleitung folgend, installiert:
sudo add-apt-repository ppa:gnome3-team/gnome3
sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade
sudo apt-get install gnome-shell

Nun, funktioniert, führte aber zu dem beschriebenen Aussehen. Um das zu reparieren, habe ich noch ein paar Pakete neu installiert:
sudo apt-get remove gnome-accessibility-themes
sudo apt-get install gnome-themes-standard
(Bei Finn Christiansen gefunden.)

Damit sah’s schon besser aus. Nur die Menüleiste in den Fenstern war immer noch dunkel wie im gewöhnlichen Ubuntu-Theme, was mir noch nicht komplett gefiel. Und von Haus aus hat Gnome3 noch nichts, was der “Erscheinungsbild”-Funktion von Gnome 2 entspricht. Darum habe ich noch ein Paket nachinstalliert:
sudo apt-get install gnome-tweak-tool

Unter “Erweiterte Einstellungen” konnte ich jetzt den Default-Gnome-Look einstellen:

Ta-daaa! Jetzt macht mir auch das Aussehen meines Büchlein-Desktops wieder Spaß. Die Geschwindigkeit hat sich mit Gnome3 ohnehin wieder in den akzeptablen Bereich verschoben. Nebeneffekte, die sich leider zeigen: Java-Programme tun jetzt nicht mehr alle. Tomighty etwa verweigert mangels eines Trays den Dienst, und den Zettelkasten von Daniel Lüdecke bringe ich nur noch über wine zum Laufen.

Bei Linux und ich gibt es auch eine ausführliche Anleitung zur Installation von Gnome3 auf Ubuntu 11.04.
Ob Gnome3 sich längerfristig bewährt? Ich werde sehen. Im Moment habe ich den Eindruck, daß es zwar gegenüber Gnome 2 einiges an Umstellung erfordert, aber meiner Arbeitsweise doch entgegenkommt und ich damit gut arbeiten kann.

4 Kommentare

  1. Geschrieben am 7. September 2011 um 08:24 | Permalink

    Warum läuft der Zettelkasten nur noch über Wine? Gibt es Probleme mit Java unter Linux?

  2. ryuu
    Geschrieben am 7. September 2011 um 10:03 | Permalink

    Warum das so ist: Keine Ahnung. (Ich bin keine Informatikerin.) Ein Java-Problem kann es ja eigentlich nicht sein, mit der OpenJDK JRE lief’s vorher auch. Auf meinem Debian Stable funktioniert der Zettelkasten weiterhin prima (dort habe ich auch noch das Sun Java).

    Update: Ich habe es gerade auf meiner Debian-Maschine versucht. Mit der Sun JRE läuft’s, mit der OpenJDK JRE stürzt es einfach ab.

    Nun, ich werde bei Gelegenheit mal versuchen, ob denn mit einer nachinstallierten Sun JRE das Ding wieder tut… die ist mir wahrscheinlich bei der Installation von Ubuntu 11.04 abhanden gekommen.

  3. Geschrieben am 24. September 2011 um 01:26 | Permalink

    Witzig. Mir geht der ganze Grafikkram nach dem motto ich-muss-alles-noch-grafischer-und-neuer-und-überhaupt so sehr auf den Senkel, dass ich mittlerweile überlege: back to the roots! Ich habe Blackbox als Fenstermanager entdeckt und werde wog´hl bald auf ein extrem schlankes und schnörkelloses Debian gehen. Es lebe das Puritanische! Hat eine ganz eigene Art von Schönheit.

    So, und damit schließliche ich meinen nächtlichen Les- und Kommentiermarathon.

    Schönes Blog, ich könnt hier immer weiter wühlen, wenn ich nicht so müde wär gäääääähn

    Markus aka Musix

  4. ryuu
    Geschrieben am 25. September 2011 um 00:53 | Permalink

    Das ist ja das Schöne an Linux: $mensch kann sich sein Betriebssystem so hinbasteln, wie es für eine_n selber paßt und muß nicht damit leben, was einer_einem eine Softwarefirma vor die Nase setzt. Ich persönlich mag Gnome nicht nur wegen der Optik (zugegeben: bei Gnome 2 ist die nicht soooo hinreißend), sondern wegen all der nützlichen kleinen Tools. Tomboy, Gnome Do, Getting Things Gnome, die Zeiterfassung Hamster… alles Tools, die ich auf meinem Alltags-Brot-und-Butter-Linux brauche. Und Gnome 3 sieht nicht nur schick aus, es hat auch so einige Features, die meiner Arbeitsweise entgegenkommen und konzentrationsfördernd wirken. Insofern: für mich paßt es, your mileage may vary.

Ein Trackback

  1. By GNOME3 unter Natty installiert « Altmetall on 7. September 2011 at 22:09

    [...] fand sich auch eine Anleitung und ich legte los. Wie üblich ist die Glückseligkeit nur einige wenige Befehle im Terminal weit [...]

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