Erschütterungen.

Ich begann mich gerade wieder einzurichten in den letzten Monaten – und prompt wird diese Stabilität, die ich im Begriff war aufzubauen, jäh erschüttert. Deutlicher will ich gerade nicht werden.

Eigentlich kann ich auch nicht viel schreiben – aus ganz physischen Gründen, meine rechte Schulter tut nämlich bestialisch weh. Heilbar, zum Glück, aber möglicherweise nicht vorgestern. Dementsprechend ist außer Singen auch musikalisch gerade nichts drin.

Dafür lese ich mich gerade in die Wunderwelt der deutschsprachigen Lyrik ein, ein Thema, das ich im Germanistikstudium stiefmütterlich behandelte (mich interessierte halt das Erzählen mehr). Aber jetzt! Mehr oder weniger mache ich das, um selbst formenreichere Songtexte zu schreiben. Und was ich da für eine Aufmerksamkeit für Sprache neu entdecke! Teilweise ist das Bestandteil einer, hm, Erprobung, die ich mir auferlegt habe.

Aber über allem hängt seit heute wieder eine Ungewißheit. Und doch auch eine Gewißheit meinerseits, die sehr laut spricht: Ich weiß jetzt, wo ich mein Basislager haben will, so ganz schnöde geographisch: Hier nämlich, in Baden. Dieser Landstrich hat’s mir angetan.

2 Kommentare

  1. Geschrieben am 1. September 2013 um 16:02 | Permalink

    Baden und Lyrik, das klingt ausgezeichnet. Welche Lyriker/innen haben es dir denn angetan? Und kann man deine Musik irgendwo hören?

  2. ryuu
    Geschrieben am 2. September 2013 um 17:22 | Permalink

    Hölderlin (von dem hab ich bei weitem nicht genug gelesen, stelle ich fest), Rilke und Hofmannsthal.

    Meine Musik gibt’s hier.