Barfußschuhe und ich, pt. 3: Vivo Barefoot

Auch hier gilt ein Disclaimer: Ich habe für diesen Artikel keine Gegenleistung von Vivo Barefoot erhalten; meine Barefoots habe ich von meinem eigenen Geld gekauft.

Das mit den „Barfußschuhen“ läßt mich ja nach wie vor nicht los. Der Kauf, den ich jetzt verblogge, der geht eigentlich auf Herbst 2013 zurück. Lange habe ich diese Schuhe jedoch wegen eines ziemlich seltsamen Problems kaum getragen. Dazu weiter unten. Meine bisherigen Versuche mit Barfußschuhen waren ja nicht so von Glück gesegnet – mit Vibram FiveFingers bin ich nicht gut zurechtgekommen und Leguano haben für mich auch nicht funktioniert. Diesmal ist es anders.

Meine Vivo Barefoot Schuhe von der Seite

Meine Vivo Barefoots (schon etwas getragen) von der Seite

Meine Vivo Barefoot Schuhe von oben

… und von oben

„Barfußschuhe“ sind Schuhe, die nur dünne Sohlen haben und keinen „Ausbau“, den Schuhe sonst haben: Kein Fußbett, kaum Dämpfung. Die Sohle ist beweglicher als bei normalen Schuhen. Zwei wichtige Funktionen eines Schuhs sind je nach Modell erfüllt: Schutz vor Dreck und spitzen Gegenständen zum einen und Wärme zum anderen.
Durch die dünnere Sohle haben die Füße wesentlich mehr Bodenkontakt, eins spürt mehr vom Boden, die Fußmuskeln müssen mehr arbeiten (was allerhand Problemen und Fehlbelastungen entgegenwirkt) und die Füße haben bei eigentlich allen Barfußschuhen mehr Freiraum als bei normalen Schuhen.

Das seltsame Problem: Ich habe generell seit zwei Jahren ein Größenproblem – mein linker Fuß ist einen halben Zentimeter länger als der rechte: so weit, so normal, wahrscheinlich schon immer so gewesen. Seltsam ist jedoch, daß mir alle möglichen Schuhe (auch vorher passende) links zu kurz werden, wenn sie nicht superreichlich sind – und im Lauf des Sommers scheinen meine Füße länger zu werden (vermutlich, weil ich mehr in Sandalen unterwegs bin). Da meine Füße auch noch recht zierlich sind, „schwimme“ ich sehr schnell in längenmäßig passenden Schuhen.
Das schlägt auch bei diesen Schuhen zu; von der Länge her sind sie links grenzwertig knapp. Zur Zeit geht es jedoch, wenn ich sie nicht den ganzen Tag anhabe; die Nutzbarkeit wird dadurch schon ein wenig eingeschränkt.

Ansonsten kann ich sagen: Endlich mal ein Barfußschuh, der bei mir funktioniert! Sie sind mehr Schuh und weniger barfuß als die Leguano und wesentlich unauffälliger als die Vibram Fivefingers. Ich ziehe sie mittlerweile sehr gerne an – zum Laufen auf kürzeren Strecken, hier und da im Alltag, wenn ich im Freien Krafttraining mache. Durch das „mehr Schuh“ hatte ich kaum Probleme mit der Eingewöhnung (wenn auch etwas weniger „Barfußgefühl“), und vor allem: Ich kann in diesen Schuhen Socken tragen, sie sind etwa so warm wie ein leichter Sneaker. Das ist (für mich notorisch kaltfüßiges Wesen) gegenüber den Leguanos und den FiveFingers ein unschätzbarer Vorteil in puncto Alltagstauglichkeit! Vegan sind sie übrigens auch.

Ich habe mich für das Modell „Neo Trail“ in Größe 37 entschieden – ein eher sportliches Design mit ausgeprägtem Sohlenprofil. Im Wald freue ich mich über diesen Grip. In der Stadt bräuchte ich ihn nicht. Beim nächsten Paar werde ich mal sehen, ob ich ein modischeres Design in einer etwas bequemeren Größe wähle. Daß es ein nächstes Paar VivoBarefoots geben wird, steht für mich fest – die Frage ist nur, wann 🙂