Kategorie-Archiv: irreduzible komplexität

Hier geht es inhalts- und argumenteschwer zur Sache. Dies ist die Kategorie für längere Essays, revolutionäre Pamphlete und gehaltvolles Gedankenfutter.

Lebewohl, Berlin.

Ein Abschiedsbrief Dieser Abschiedsbrief kommt etwas verspätet. Schließlich bin ich jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, schon längst ausgezogen; der Wohnungsschlüssel für die Berliner Bleibe ist abgegeben, die neue Wohnung in Freiburg angemeldet, das Blog-Impressum geändert. Nur verhalten hatte ich auf diesem Blog immer wieder die Sehnsucht nach dem Südwesten geäußert, bis zuletzt der Grund […]

Überleben im Niemandsland

tl;dr: In sozial beschissenen Situationen kann Introversion hilfreich sein. Und Kunst kann Überlebensstrategie sein. In meinem letzten Post hatte ich von ein paar miesen Erfahrungen in meiner Kindheit und Jugend gesprochen. Und dann kam mir in den Tagen danach die Frage in den Sinn: wie habe ich das eigentlich überlebt? Ich schreibe nicht „unbeschadet“, denn […]

Hungrige Gespenster II: Gefühl zeigen?

Ein Argument, das in der Knutschdebatte der letzten Tage aufflammte: „Ja, aber wenn niemand mehr in der Öffentlichkeit Händchen hält oder knutscht, was für eine gefühlskalte Gesellschaft wird denn das dann?“ Dazu habe ich ein gewaltiges Aber, eigentlich zwei: erstens: wir leben in einer ziemliche emotions-inkompetenten Gesellschaft. (Dazu siehe mein Vorschlag unten.) Und zweitens: Gefühle […]

Hungrige Gespenster I. Ein Versuch, Emotionswirrwarr zu verbloggen

Heute schwappte so eine Debatte durch Twitter, die mich mitnahm. Es ging um das Privileg heterosexueller Menschen in Zweierbeziehungen, in der Öffentlichkeit zärtlich zu sein (z.B. durch Küssen und Händchenhalten). Normalerweise hätte ich mit in den Chor derjenigen eingestimmt, die sagen: ja, ist ein Privileg und Menschen in Hetero-Beziehungen sollen sich mal Gedanken machen, wieviel […]

Das Ding mit dem Unbegabt-Sein

Ich frage mich gerade, was das eigentlich ist: so ein Redemuster, das ich vor allem von Frauen mitkriege, das mir total schräg runtergeht. Es funktioniert ungefähr so: „Toll, wie du XY kannst, ich bin da ja soooo unbegabt!“ Oft geht es dabei um Dinge, die ich mir selbst beigebracht habe. Ob’s nun ums Aufnehmen von […]