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		<title>Blogschau: Handarbeit, gender, Häuslichkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 11:40:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich schreibe dies hier als kleine Materialsammlung für eine Session, die ich beim Gendercamp gerne halten möchte. Mein Fokus liegt zwar auf Crafting/Textilien herstellen (Stricken/Nähen), aber auch auf andere der weiblichen Sphäre zugeschriebene Dinge und Blog-Themen (z.B. Kochen oder Wohnungsdekoration) trifft vieles davon zu. Hm, und jetzt stelle ich fest, die Debatte ist doch gar [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe dies hier als kleine Materialsammlung für eine Session, die ich beim Gendercamp gerne halten möchte. Mein Fokus liegt zwar auf Crafting/Textilien herstellen (Stricken/Nähen), aber auch auf andere der weiblichen Sphäre zugeschriebene Dinge und Blog-Themen (z.B. Kochen oder Wohnungsdekoration) trifft vieles davon zu. Hm, und jetzt stelle ich fest, die Debatte ist doch gar nicht so ausführlich, wie ich sie im Gedächtnis hatte &#8211; aber es hängt ja auch noch die Blog-Relevanz-Debatte dran, nämlich: welche Blogs werden öffentlich wahrgenommen und für relevant erachtet? Doch meistens die männlich konnotierten und dominierten News-, Technik- und Politikblogs. (Anschauungsmaterial: die letzte Ausgabe der <a href="http://deutscheblogcharts.de/archiv/2011-8.html">Deutschen Blogcharts</a>). &#8220;Strickblogs&#8221; rangieren jedenfalls in der Bewertung, die ich auf Arbeit mitbekomme (im SEO-Bereich), kurz vor &#8220;Katzencontent&#8221;.</p>

<p>Der Anfang der Debatte: <a href="http://cat-und-kascha-rote-tupfen.blogspot.de/2012/03/gender-matters.html">Gender matters?!</a> von <a href="http://cat-und-kascha-rote-tupfen.blogspot.de/">Catherine</a> äußert Unbehagen an der allzu positiven Weiblichkeit, am allzu unkritischen Reproduzieren von Weiblichkeitsbildern, die mit Häuslichkeit und Sich-Einrichten in den bestehenden Zuständen zu tun haben:</p>

<blockquote>Und warum muss ich jetzt darüber bloggen? Weil ich selbst seit einer Weile ein ziemliches inneres Dilemma verspüre, was mit weiblicher Präsenz im Netz zu tun hat. Denn auch wir produzieren ja mediale Geschlechterbilder. Und da sehe ich im Moment einen Trend zu einer Art neuen Häuslichkeitskultur, die sich professionalisiert. Und das finde ich an manchen Stellen schwierig.</blockquote>

<p><span id="more-2939"></span><a href="http://distel.twoday.net/stories/75248146/">gender matters</a> von Distel: Kritik am positiven Bild einer ungebrochenen Weiblichkeit &#8211; &#8220;zuviel Heile Welt&#8221;. In den Kommentaren: Bloggerinnen fühlen sich überlastet damit, auch noch in ihrem Freizeit-Spaß-Bloggen kritisch zu sein; andererseits Konsumorientierung &#8211; Selbermachen als neue Quelle von Konsum (dann eben Handarbeitsmaterial statt fertiger Kleidungsstücke).</p>

<p>Jinx von <a href="http://knittinganarchist.de">knittinganarchist.de</a> greift die Frage auf: <a href="http://knittinganarchist.de/2012/03/30/spannende-frage-heim-an-den-herd-durch-die-kraft-unsere-hobbys/">Spannende Frage: Heim an den Herd durch die Kraft unserer Hobbys?</a> Für sie geht es u.a. um die Bewertung von Häuslichkeit:</p>

<blockquote>Zurück ins Haus?

Die Gesamtfragestellung impliziert, dass das etwas Negatives ist, und diese Assoziation kommt zweifellos aus der Zeit, als in Deutschland der in gesellschaftlicher Hinsicht natürliche Lebensraum der Frau die eigene Wohnung war – egal, wie es dort zuging und ob der Aufenthalt dort als unerstrebenswert bis unzumutbar einzustufen war. Heute haben die meisten von uns einen Schulabschluss und eine Ausbildung, viele haben Arbeit und verbringen einen großen Teil des Tages außer Haus (das Problem der Arbeitslosigkeit lasse ich hier mal beiseite). Dass wir überhaupt in Betracht ziehen, mehr als nötig zu Hause zu machen, ist soziologisch gesehen durchaus positiv, denn es bedeutet, dass unsere häusliche Situation zumindest erträglich ist, denn sonst würden wir es vermeiden, mehr Zeit als nötig dort zu verbringen, und das Glück hat längst nicht jeder.</blockquote>

<p>Und ich habe in der <a href="http://ryuu.de/2012/04/ryuus-labercast-episode-1-feministische-zucchini-im-weltraum/">ersten Ausgabe von meinem Labercast</a> das Thema auch erwähnt.</p>

<p>Interessant sind in dieser Debatte auch zwei ältere Blogposts von Distel:</p>

<p><a href="http://distel.twoday.net/stories/4711449/">Selbstausbeutung &amp; Dumping bei Selfmade-Portalen</a>. Hier kritisiert Distel vor allem die Preisgestaltung bei Dawanda, die bedeutet, daß Verkäuferinnen oft nicht viel mehr als den Materialwert verlangen, jedenfalls keine Preise, die einen existenzsichernden Stundenlohn erwirtschaften würden. In den Kommentaren schien durch, daß die Preisgestaltung bei nicht-weiblich konnotierten Handwerksdisziplinen, z.B. Buchbinderei, viel eher dem Kunsthandwerkscharakter angemessen ist.</p>

<p>Auch interessant: <a href="http://distel.twoday.net/stories/5073142/">Mehr über: Kunst, Handarbeit und &#8220;3rd Wave feminism&#8221;</a>, wo sie auf den Mangel an Protestcharakter eingeht, den sie in der DIY-Bewegung wahrnimmt.
Der Artikel vergleicht außerdem die Qualitäten von vorindustriellen bzw. nicht-industriell hergestellten Gegenständen mit denen, die unter kapitalistischen Bedingungen als &#8220;selfmade&#8221; hergestellt und angeboten werden:</p>

<blockquote>Eine Wanderung durch das ethnologische Museum in Berlin vor 3 oder 4 Jahren brachte mich mal auf den Gedanken, daß die Alltagsgegenstände von sogenannten &#8220;Naturvölkern&#8221; die vor 100 Jahren diesen durch Kolonialisten entrissen wurden, eine ganz krasse Ästhetik haben:
Sie sind wahnsinnig komplex gearbeitet und zeugen von hochentwickelter Handwerkskunst und bedienen sich aber gleichzeitig hoher Abstraktion und ganz einfacher Designs. Ich habe mich gefragt, wie es sein muss, mit wenigen, aber auf höchstem Niveau von Handwerkskunst und Design hergestellten Dingen zu leben. Und ich merke jetzt, daß die sogenannte &#8220;Lo-Fi-Kultur&#8221; diese Werte zwar gerne vertreten würde, daß aber oft genug schnell zusammengenähte und -gestrickte Ramschsachen dabei rauskommen, die noch viele Meilen entfernt sind vom Niveau der jahrhundertealten handwerklich hergestellten Alltagsgegenstände vorindustrieller Kulturen. </blockquote>

<p><strong>Nachtrag</strong>: Ich habe ganz vergessen, daß auch Hanhaiwen einen <a href="http://hanhaiwen.wordpress.com/2012/04/10/zwischen-subversiv-und-kaufsucht-craftingblogs/">kurzen Artikel</a> darüber geschrieben hat. Und ein <a href="https://lipstickterrorist.wordpress.com/2012/02/17/innocentease-and-the-rise-of-the-cupcake">Artikel von Lipstickterrorist</a> schlägt in eine ganz ähnliche Kerbe.</p>
<p>Beiträge zu ähnlichen Themen:<ol>
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</ol></p> <p><a href="http://ryuu.de/?flattrss_redirect&amp;id=2939&amp;md5=289da8128ac42adc17f0fdca9eb44f9a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ryuu.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Goth/Lesbe II: Feminitäten, Subkulturen und Bi-Feindlichkeit</title>
		<link>http://ryuu.de/2012/05/gothlesbe-ii-feminitaeten-subkulturen-und-bi-feindlichkeit/</link>
		<comments>http://ryuu.de/2012/05/gothlesbe-ii-feminitaeten-subkulturen-und-bi-feindlichkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 21:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ryuu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[tl;dr: Auch in der lesb-bi-schwul-gothic-Schnittmenge war nicht alles flauschig. Im ersten Teil dieser Serie habe ich über die Erfahrung, zu mehreren &#8220;Randgruppen&#8221; zugleich zu gehören, geschrieben, und wie mir Selbstbezeichnungen und gemeinsame Erfahrungen mir halfen, damit umzugehen. Es gibt noch ein paar andere Dinge, die ich als Goth-Lesbe erfahren habe und von denen ich erzählen [...]
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<li><a href='http://ryuu.de/2010/08/lesbische-blogs-queere-blogs-eine-replik-auf-nele-tabler/' rel='bookmark' title='Lesbische Blogs? Queere Blogs? Eine Replik auf Nele Tabler'>Lesbische Blogs? Queere Blogs? Eine Replik auf Nele Tabler</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tl;dr: Auch in der lesb-bi-schwul-gothic-Schnittmenge war nicht alles flauschig.</strong></p>

<p>Im <a href="http://ryuu.de/2012/04/gothlesbe-i-ueber-selbstbezeichnungen-zerrissenheit-und-normen/">ersten Teil</a> dieser Serie habe ich über die Erfahrung, zu mehreren &#8220;Randgruppen&#8221; zugleich zu gehören, geschrieben, und wie mir Selbstbezeichnungen und gemeinsame Erfahrungen mir halfen, damit umzugehen.</p>

<p>Es gibt noch ein paar andere Dinge, die ich als Goth-Lesbe erfahren habe und von denen ich erzählen will. Drehte sich der erste Teil um die Einsamkeit und den Ausweg in die Gemeinschaft, so habe ich für diesen Teil ein paar Erlebnisse aufgehoben, wo ich mit dieser Gemeinschaft quer lag und wo es im Getriebe knirschte.</p>

<p>&#8220;Schwarz geworden&#8221; bin ich erst 1998: damals habe ich ganz unverhofft Gothic für mich entdeckt. War ich eigentlich in der Hoffnung auf die große, Berichten zufolge tolle Frauenszene hergezogen, so stürzte ich mich im ersten Semester mit vollem Engagement kopfüber ins Studium und ins literarische Leben, dann in die schwarze Szene &#8211; und dann erst traf mich der Schock, was für ein wenig freundlicher Ort die Lesbenszene für feminine Frauen war, mit voller Wucht. Schock, das Gefühl von Nichtexistenz (Tania Krings beschreibt es recht eindrücklich in ihrem Beitrag zu &#8220;Femme!&#8221;) und das Gefühl von Fremdheit und Einsamkeit stürzten mich in eine Krise, aus der ich mich erst nach und nach befreite, als ich, wie beschrieben, die Erfahrung gemacht hatte, daß es anderen genauso ging.<span id="more-2856"></span>2002 gründete eine damalige Bekannte von mir eine <a href="http://de.groups.yahoo.com/group/gothiclesben">Mailingliste für Gothiclesben</a>, und ich gründete den <a href="http://queergothicberlin.blogsport.de">queeren Gothicstammtisch</a>. Später gab es auch eine Zeitlang queere Gothic-Parties; an einer war ich beteiligt. Es ist nicht falsch zu sagen, daß eine kleine schwullesbische Gothic-Sub-Subkultur entstand.</p>

<p>Ich lernte auch schwule Gothics kennen, und ich gewann den Eindruck, daß deren Reibungspunkte mit der Szene etwas anders gelagert waren als die der lesbischen Gothics; und nur zu letzteren kann ich etwas sagen, weil ich sie wahrnahm.<br />
Zum einen war da ein herber Clash der Wertungen von Weiblichkeit: Wo femmes in der Lesbenszene mit Nichtachtung bis Feindseligkeit behandelt wurden, wurde unter Gothic-Lesben &#8211; wohl auch aus Abgrenzung gegen die Mainstream-Lesben &#8211; Feminität zur Norm, bis zu dem Punkt, wo Maskulinität heftig abgelehnt wurde; eine Entwicklung, die ich allein schon aus meiner Solidarität mit <em>gothic butches</em> (die ich auch kannte) heraus blöd fand. Aber nicht nur aus diesem Grund widerstand mir die gruftige Hyperfeminität: Meine eigene Feminität war nie so ungebrochen, und ich fühlte mich stellenweise &#8220;nicht feminin genug&#8221;; z.B. in den Zeiten nicht, als ich kurze Haare trug und deshalb maskuliner gewertet wurde, oder als ich mir kein BVG-Ticket leisten konnte und zum daraus resultierenden Fahrradfahren (ungruftige, strapazierfähige) Hosen einfach praktischer fand.<br />
Auch wenn ich mich als feminin verstand und Feminität feierte und kultivierte, mußte ich deswegen noch lange nicht darauf verzichten, hegemoniale Vostellungen von Weiblichkeit und Gepflegtsein (&#8220;Schamhaare? Iiiiih!&#8221;) zu kritisieren.</p>

<p>Ein ständiges Streitthema war weibliche Bisexualität.<sup class='footnote'><a href='#fn-2856-1' id='fnref-2856-1'>1</a></sup> Auf der Gothiclesben-Mailingliste waren etliche bisexuelle Frauen, die meisten von ihnen waren in Beziehungen mit Männern, und nicht selten reagierten die Lesben gereizt, wenn gefühlt jeder zweite Satz mit &#8220;mein Freund&#8221; anfing.<br />
Im Mainstream der Gothicszene war weibliche Bisexualität &#8220;schick&#8221;; so nehmen es auch die Frauen wahr, die River Tucker für ihren <a href="http://www.rivertucker.de/arbeit.html">Artikel über Gothiclesben</a> in der L-Mag 4/2007 interviewt hat. Und sie wurde dem &#8216;male gaze&#8217; gerecht inszeniert, etwa wie in <a href="http://radicalbi.wordpress.com/2012/04/25/hot-sexy-bi-babes-media-depictions-of-bisexual-women/">diesem Artikel</a> über mediale Repräsentation von Bi-Frauen beschrieben.</p>

<p>Bei den lesbischen Frauen, einschließlich mir selbst, nahm ich eine große Angst wahr, nicht genauso ernst genommen zu werden wie ein männlicher Partner, eine große Angst, verlassen zu werden und natürlich war da stets das Thema Monogamie mit auf dem Spielplan &#8211; die meisten Gothiclesben, die ich kannte, wünschten sich eine langfristige, monogame Beziehung. So einige Gothiclesben erlebten mit Frauen aus der Gothicszene, die sich als bi bezeichneten, herbe Enttäuschungen (mich eingeschlossen).</p>

<p>Ich möchte damit nicht sagen, daß mit Bisexualität etwas verkehrt ist; vielmehr: Das Konzept von weiblicher Bisexualität, wie ich es damals in der Gothicszene vielfach erlebte, fand ich hochproblematisch, und zwar deshalb, weil das gängige Konzept &#8220;Sie (mit Mann zusammen) sucht Sie&#8221; lautete, wobei die Beziehung mit dem männlichen Partner als &#8220;die eigentliche&#8221; galt und die Beziehung mit der Frau als sekundäre, &#8220;uneigentliche&#8221;, und die Privilegien einer Beziehung, die allgemein als hetero wahrgenommen wurde (oft auch von den Beteiligten selbst), überhaupt nicht reflektiert wurden.<br />
Die &#8220;no bi&#8221;-Schlußfolgerung und die Vorurteile gegen Bisexualität, die viele meiner Mit-Gothiclesben daraus folgerten, wollte ich jedoch nicht mittragen. Ich steckte &#8211; und stecke noch &#8211; in einer Zwickmühle, was diese Erscheinungsform von Bisexualität angeht.</p>

<p>Was auch immer wieder kam (und kommt, wenn wir gruftigen queers öffentlich in Erscheinung treten): der Anwurf &#8220;wozu braucht Ihr denn eigene Veranstaltungen, könnt Ihr nicht auf normale schwarze Veranstaltungen/normale schwule Veranstaltungen gehen?&#8221; Meine Antwort: Die meisten von uns tun das! Aber viele wollen auch einen Ort, an dem sie beides sein können. Und es tut, wie im ersten Teil beschrieben, unheimlich gut, andere zu haben, die diese spezifischen Schnittmengen-Erfahrungen teilen, und einen Raum zu haben, in dem darüber gesprochen werden kann.</p>

<p>Bin ich inzwischen noch goth? Ich weiß es nicht. Ich style mich nicht mehr so, ich höre nur noch sehr gelegentlich gruftige Musik, ich kann mit so einigen Sachen aus der Subkultur noch was anfangen. Aber außer meinem liebgewordenen Gothicstammtisch frequentiere ich die Szene nicht mehr, weder im realen Leben noch virtuell; das hat auch mit verschobenen Prioritäten und sich verändernden Vorstellungen von Freizeitvergnügen zu tun. Die Zeiten ändern sich. Und doch, es ist mir wichtig, diese Erfahrungen mal niederzuschreiben, damit vielleicht die, die nach mir kommen, daraus was mitnehmen können.</p>

<div class='footnotes'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-2856-1'>Ich handle das jetzt relativ verkürzt ab, weil ich plane, diesbezüglich nochmal einen eigenen Artikel zu schreiben. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-2856-1'>&#8617;</a></span></li></ol></div>
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</ol></p> <p><a href="http://ryuu.de/?flattrss_redirect&amp;id=2856&amp;md5=5a0d5ecc684f3532363a4be4f9f8682f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ryuu.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwei neue Songs</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 15:26:30 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Musik & Musiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe im letzten Post erwähnt, daß eins von meinen noch nicht aufgenommenen FAWM-Liedern endlich fertig ist. Gestern abend habe ich mich mal auf den Hosenboden gesetzt und das unperfekte Demo ganz roh zusammengehauen: Es sind noch ein, zwei Verspieler drin, und die Gesangsstimme kann auch sauberer. Mit dem Arrangement könnte ich noch so viel [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe <a href="http://ryuu.de/2012/04/fawm-blogging-der-nachtrag-keepers/">im letzten Post</a> erwähnt, daß eins von meinen noch nicht aufgenommenen FAWM-Liedern endlich fertig ist. Gestern abend habe ich mich mal auf den Hosenboden gesetzt und das unperfekte Demo ganz roh zusammengehauen:</p>

<iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F45269610&#038;show_artwork=true"></iframe>

<p>Es sind noch ein, zwei Verspieler drin, und die Gesangsstimme kann auch sauberer. Mit dem Arrangement könnte ich noch so viel machen, z.B. Klavier und Streicher dazu&#8230; aber das ist für die Zeiten, wenn ich mal echt Zeit zum Aufnehmen und perfektionistisch sein habe.<br />
Ich widme dieses Lied allen Leuten, die Wissenschafts-Publicity betreiben und Laien wie mich immer wieder zum Staunen bringen über dieses tolle Ding namens Universum, in dem wir leben. <span id="more-2925"></span>Die Lyrics dazu stehen noch auf der <a href="http://fawm.org/songs/28938/">FAWM-Seite</a>.</p>

<p>Und dann habe ich noch einen englischen Kanon von ca. 1260 aufgenommen. Ein ganz bekanntes Ding.</p>

<iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F45279523&#038;show_artwork=true"></iframe>

<p>Auch hier habe ich nachbearbeitungstechnisch nicht so riesig viel gemacht. Mit dem Tempo bin ich mir nicht sicher &#8211; ist vielleicht ein wenig sehr lebhaft so?<br />
Lyrics, Noten und Hintergrundinformationen zu diesem Lied finden sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sumer_Is_Icumen_In">in einem exzellenten Wikipedia-Artikel</a>.</p>
<p>Keine verwandten Einträge.</p> <p><a href="http://ryuu.de/?flattrss_redirect&amp;id=2925&amp;md5=69942437381a9551fa775611ecd77c98" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ryuu.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>FAWM Blogging, der Nachtrag: Keepers.</title>
		<link>http://ryuu.de/2012/04/fawm-blogging-der-nachtrag-keepers/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 18:49:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ryuu</dc:creator>
				<category><![CDATA[musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hatte ja versprochen, einen Rückblick zum FAWM zu machen, und das (wie üblich) verprokrastiniert. Der ausführliche Rückblick muß auch noch ein wenig warten (da habe ich was Besonderes vor), aber hier sind schon mal ein paar Lieder, die versprechen, &#8220;keepers&#8221; zu werden: Wiedersehn (zu singen gemeinsam mit sangesfreudigen Freund_innen) Olive Oil and Worcestershire Shell [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja <a href="http://ryuu.de/2012/03/fawm-over/">versprochen</a>, einen Rückblick zum FAWM zu machen, und das (wie üblich) verprokrastiniert. Der ausführliche Rückblick muß auch noch ein wenig warten (da habe ich was Besonderes vor), aber hier sind schon mal ein paar Lieder, die versprechen, &#8220;keepers&#8221; zu werden:</p>

<ul>
<li><a href="http://soundcloud.com/dragongrrrl/wiedersehn">Wiedersehn</a> (zu singen gemeinsam mit sangesfreudigen Freund_innen)</li>
<li><a href="http://soundcloud.com/dragongrrrl/olive-oil-worcestershire">Olive Oil and Worcestershire</a></li>
<li><a href="http://soundcloud.com/dragongrrrl/shell">Shell</a> (bei dieser schnell hingeworfenen Skizze hätte ich mein &#8220;will ich behalten&#8221; nicht erwartet)</li>
<li><a href="http://fawm.org/songs/28938/">Astronomical Romance</a> &#8211; ein (zu dem Zeitpunkt, da ich diesen Artikel schreibe) zwar als Demo aufgenommenes, aber noch nicht gemastertes Stück. Das ist bisher ein Arbeitstitel, das Stück hieß zuerst &#8220;Eyes on the Skies&#8221;, ich will aber keine Risiken eingehen, weil es eine Dokumentation gleichen Titels gibt und ich Copyright-Probleme möglichst großräumig umschiffen will.</li>
<li><a href="http://soundcloud.com/dragongrrrl/nachtseefahrt">Nachtseefahrt</a> würde ich gern dauerhaft lernen bzw. erst einmal in Noten niederschreiben (Akkordsymbole tun es bei diesen Harmonien nicht). Und es einmal auf einem richtig guten Klavier aufnehmen.</li>
</ul>

<h4>Noch zu vertonen wären:</h4>

<ul>
<li><a href="http://fawm.org/songs/25627/">Mondspaziergang</a></li>
<li><a href="http://fawm.org/songs/31522/">Erda</a></li>
<li><a href="http://soundcloud.com/dragongrrrl/uns-hat-der-winter">uns hat der winter</a>. Dazu gibt es zwar eine ganz ins unreine gesungene a-cappella-Version, aber irgendwie könnte man daraus ja noch wesentlich mehr machen.</li>
</ul>
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		<title>Archlinux-Zwischenstand: Alles muß ich selber machen!</title>
		<link>http://ryuu.de/2012/04/archlinux-zwischenstand-alles-muss-ich-selber-machen/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 17:57:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ryuu</dc:creator>
				<category><![CDATA[linux]]></category>
		<category><![CDATA[archlinux]]></category>
		<category><![CDATA[installation]]></category>
		<category><![CDATA[selbermachen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ich im letzten Post schon erwähnt habe, hat mein Archlinux den fatalen LMDE-Blackscreen überlebt. Was ich zum Anlaß genommen habe, mal wieder ein wenig daran rumzubasteln. Was sich in der Titelzeile nach einem Stoßseufzer anhört, ist nur halb einer. Ja, es ist ungewohnt, mein System von Hand zusammenlöten zu müssen. Es ist verdammt unbequem [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich im <a href="http://ryuu.de/2012/04/blackscreen-des-tode/">letzten Post</a> schon erwähnt habe, hat mein Archlinux den fatalen LMDE-Blackscreen überlebt. Was ich zum Anlaß genommen habe, mal wieder ein wenig daran rumzubasteln.</p>

<p>Was sich in der Titelzeile nach einem Stoßseufzer anhört, ist nur halb einer. Ja, es ist ungewohnt, mein System von Hand zusammenlöten zu müssen. Es ist verdammt unbequem und macht Arbeit. Deshalb mache ich das ja als Bastelsystem und Stückchen für Stückchen.</p>

<p>Es ist auch eine Chance, ein Systemverhalten, das ich bisher als gegeben hingenommen habe, zu überdenken: Ist das <em>für mich</em> sinnvoll und wünschenswert? Oder möchte ich das anders haben? Es ist eine Chance, mein System genau so zusammenzuschneidern, wie ich das haben will. <span id="more-2912"></span></p>

<p>Ein Problem, mit dem ich mich z.B. herumschlage, ist, daß in meinem Rechner zwei Ethernet-Schnittstellen stecken (weil die am Mainboard nämlich kaputt ist). Beim Boot werden den Ethernet-Schnittstellen die Namen zufällig zugewiesen &#8211; was einmal eth0 ist, ist also beim nächsten Boot eth1. Der network-Daemon versucht aber über genau die Schnittstelle die Verbindung herzustellen, die in der rc.conf angegeben ist, und das kann die richtige sein, muß aber nicht; in der Hälfte der Fälle habe ich beim Boot also keine Netzwerkverbindung.<br />
Fixen ließe sich das mit udev-Regeln oder mit <a href="https://wiki.archlinux.org/index.php/Rename_network_interfaces">ifrename</a>, aber wie ich das mache, das muß ich noch lernen.<br />
Oder das automatische Mounten von Datenträgern: da bin ich bisher auf <a href="https://wiki.archlinux.org/index.php/Autofs">autofs</a> gestoßen, wie ich das richtig konfiguriere, habe ich aber auf die Schnelle nicht kapiert. Vielleicht gibt es auch elegantere und/oder leichter konfigurierbare Tools dafür.</p>

<p>Es ist echt noch viel zu tun, bis das ein einsatzfähiges System ist, aber das eilt ja nicht. Was ich mit dem kaputten LMDE mache, da bin ich noch nicht ganz schlüssig; ich denke, ich werde einfach versuchen, das neu zu installieren und wenn es dann nicht stabil läuft, wird es durch ein <a href="http://lubuntu.net/">Lubuntu</a> oder ein <a href="http://xubuntu.org/">Xubuntu</a> ersetzt.</p>
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		<title>Blackscreen des Todes</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 11:58:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ryuu</dc:creator>
				<category><![CDATA[linux]]></category>
		<category><![CDATA[bastelrechner]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich war doch so angetan von LMDE. Nun hatte ich das auf meinem Bastelrechner installiert, der in Zukunft auch als Rechner zum Arbeiten dienen sollte. Lief auch ganz schön&#8230; bis nach dem ersten Update. Erst wollte das Menü nicht mehr laden, dann fing der Desktop an zu zicken, und beim nächsten Boot blieb der Bildschirm [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war doch so angetan von <a href="http://ryuu.de/2011/09/ausprobiert-lmde-linux-mint-debian-edition/" title="Ausprobiert: LMDE – Linux Mint Debian Edition">LMDE</a>. Nun hatte ich das auf meinem Bastelrechner installiert, der in Zukunft auch als Rechner zum Arbeiten dienen sollte. Lief auch ganz schön&#8230; bis nach dem ersten Update. Erst wollte das Menü nicht mehr laden, dann fing der Desktop an zu zicken, und beim nächsten Boot blieb der Bildschirm schwarz.</p>

<p>Und zu allem Überfluß hat das wohl auch noch den grub meiner <a href="http://ryuu.de/2012/01/bastelrechner-basteln-archlinux-installation/" title="Bastelrechner basteln: ArchLinux-Installation">ArchLinux</a>-Installation (auf der zweiten Festplatte) mitgerissen, das bootet nämlich auch nicht mehr.</p>

<p><strong>Aaaaaargh!</strong></p>

<p>Ein kleiner Trost: Die ganze Arbeit, alle meine Programme zu installieren und einzurichten, hatte ich noch nicht richtig angefangen.</p>

<p>So auf die lange Sicht muß ich mir echt einen neuen Rechner zulegen. Von der Stange wird&#8217;s nicht sein, denn dafür bin ich auch inzwischen viel zu verwöhnt. Aber darüber schreib&#8217; ich ein andermal&#8230;</p>

<p><strong>update</strong>: Nachdem ich die Festplatte mit dem LMDE mal abgestöpselt habe, ist das Archlinux noch da. Hapüh.</p>
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</ol></p> <p><a href="http://ryuu.de/?flattrss_redirect&amp;id=2907&amp;md5=c1ceffa9cff8ce741555131b17f75679" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ryuu.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Audio-Techtalk: Kopfhörer fürs Homerecording</title>
		<link>http://ryuu.de/2012/04/audio-techtalk-kopfhoerer-fuers-homerecording/</link>
		<comments>http://ryuu.de/2012/04/audio-techtalk-kopfhoerer-fuers-homerecording/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 17:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ryuu</dc:creator>
				<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[technik]]></category>
		<category><![CDATA[equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Musik & Musiker]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hatte ja im Febuar versprochen, meine neuen Kopfhörer mal zu verbloggen&#8230; und das dann schmählich prokrastiniert. Aber jetzt! Warum habe ich überhaupt ein erkleckliches Sümmchen für ein ganz spezielles Gerät ausgegeben? Ganz einfach: Die Billiglauscher taten es nicht mehr. Erstens sitzen sie nicht gescheit, und zweitens ist das Klangbild nicht klar genug für anspruchsvolle [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja <a href="http://ryuu.de/2012/02/fawm-blogging-folge-4-neue-kopfhoerer-fuer-mich/">im Febuar versprochen</a>, meine neuen Kopfhörer mal zu verbloggen&#8230; und das dann schmählich prokrastiniert. Aber jetzt!</p>

<p>Warum habe ich überhaupt ein erkleckliches Sümmchen für ein ganz spezielles Gerät ausgegeben? Ganz einfach: Die Billiglauscher taten es nicht mehr. Erstens sitzen sie nicht gescheit, und zweitens ist das Klangbild nicht klar genug für anspruchsvolle Ausgaben. Statt dessen liegt jetzt ein Paar <strong>Shure SRH440</strong> in meinem Regal.<br />
Zum gewöhnlichen Musikhören verwende ich nach wie vor Lautsprecher, die Kopfhörer, die in meinem Büro eh rumliegen, oder die In-Ears meines mp3-Players. Diese Kopfhörer sind Arbeitsgerät, und zwar zu zwei Zwecken: <strong>Gesangsaufnahmen</strong> und das <strong>Mastern von meinen fertigen Aufnahmen</strong>.</p>

<div style="text-align:center"><a href="http://www.ipernity.com/doc/ryuu/12544310"><img title="kopfhörer" alt="kopfhörer" src="http://u1.ipernity.com/22/43/10/12544310.e27ef202.500.jpg" height="375" width="500" /></a></div>

<p>Für ersteres muß der Kopfhörer vor allem <strong>gut isolieren</strong>. <span id="more-2873"></span>Weniger, um Schall von draußen von meinen Ohren fernzuhalten, sondern um das sog. <em>Übersprechen</em> zu vermeiden, d.h. das, was ich über Kopfhörer höre, darf nicht auf der Aufnahme landen. Darum kam als Bauform nur geschlossen und ohrumschließend in Frage.<br />
Für das Mastering dagegen ist eine <strong>lineare Klangcharakteristik</strong> wichtig &#8211; will sagen: ich will damit brutal ehrlich den Klang haben, der am Mikrofon ankam, keine Verstärkung bestimmter Frequenzbereiche &#8211; nicht, wie manche Hifi-Kopfhörer das tun, z.B. mit verstärkten Bässen.<br />
Ein paar Komfortfeatures habe ich mir auch gewünscht: z.B. eine einseitige Kabelführung. Das bedeutet: das Kabel ist nur an der linken Kopfhörermuschel befestigt. Das finde ich, obwohl links genauso oft die falsche Seite ist wie rechts, komfortabler als beidseitige Kabelführung.<br />
Außerdem mußte der Anschluß zu meinem restlichen Equipment passen. Miniklinke oder zumindest normale Klinke mit einem entsprechenden Adapter sollte es sein. Ich betreibe den Kopfhörer ja meistens am Kopfhörerausgang meines Computers oder meines H4N. Der SRH440 hat einen Miniklinkenanschluß mit schraubbarem Adapter für normalen Klinkenanschluß.</p>

<p>Das Klangbild ist so, wie ich es mir gewünscht hatte: Direkt und klar. Als ich damit das erste Mal den ersten Satz von Mahlers Erster gehört habe, hat mich der Eindruck von Räumlichkeit, den ich so lange nicht mehr gehört hatte, umgehauen.<br />
Sie sind relativ schwer, was allerdings nicht stört, weil sie auch sehr gut sitzen. Was das Arbeiten nach ein paar Stunden dann doch etwas unbequem macht, ist der enge, gut abschließende Sitz &#8211; irgendwann werden die Ohren ganz schön heiß darunter und der Druck wird etwas unangenehm.
Angeschlossen ist er übrigens mit einem (abnehmbaren) Spiralkabel. Das hat den schönen Effekt, daß es den Kabelsalat reduziert, aber bei Bedarf 2-3 Meter lang gezogen werden kann. Das Gerät, wo es eingesteckt ist, sollte allerdings gut feststehen.</p>

<p>Alles in allem bin ich ausgesprochen zufrieden mit den Lauschern und arbeite gerne mit ihnen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Fear of the Harp</title>
		<link>http://ryuu.de/2012/04/fear-of-the-harp/</link>
		<comments>http://ryuu.de/2012/04/fear-of-the-harp/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 11:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ryuu</dc:creator>
				<category><![CDATA[unsortiertes]]></category>
		<category><![CDATA[fundstück]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Musik & Musiker]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine weitere Folge von &#8220;Metal auf ungewöhnlichen Instrumenten&#8221;: Gerade stieß ich auf den brasilianischen Harfenisten <a href="http://www.jonathanfaganello.com.br/">Jonathan Faganello</a>, der Metal auf der Harfe spielt:</p>

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		<title>Warum ich gerne eine femme bin</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 17:33:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ryuu</dc:creator>
				<category><![CDATA[irreduzible komplexität]]></category>
		<category><![CDATA[queer & gender]]></category>
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		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[queer]]></category>
		<category><![CDATA[weiblichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[tl;dr: Bei allem K(r)ampf mit femme-Feindlichkeit in der queeren Szene, stereotypen Zuschreibungen und dem ewigen Vorwurf, femmes verhielten sich konform mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen etc. ist Feminität etwas Schönes. Mir fällt gerade, angeregt durch eine Diskussion anderswo, auf, daß ich hier lang und breit über Feminität geschrieben habe und was mir das alles beschert, [...]
Keine verwandten Einträge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tl;dr: Bei allem K(r)ampf mit femme-Feindlichkeit in der queeren Szene, stereotypen Zuschreibungen und dem ewigen Vorwurf, femmes verhielten sich konform mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen etc. ist Feminität etwas Schönes.</strong></p>

<p>Mir fällt gerade, angeregt durch eine Diskussion anderswo, auf, daß ich hier lang und breit über Feminität geschrieben habe und was mir das alles beschert, aber noch nie mal explizit gemacht habe, warum ich auf meine Feminität nicht verzichten mag und warum sie für mich etwas Schönes ist.</p>

<p>Der ewige Vorwurf lautet ja: Frauen, die sich feminin inszenieren, fügen sich dem gesellschaftlichen Druck auf Frauen, gefälligst feminin zu sein, machen sich damit zu Kollaborateurinnen eines frauenfeindlichen Systems, das Frauen zwingt, bestimmten Verhaltens- und Aussehensnormen zu genügen.</p>

<p>Nun ist gesellschaftlicher Zwang zu (einer bestimmten) Feminität natürlich kacke, aber das Gegenteil ist, wie so oft, genauso falsch. Auch ich entspreche in vieler Hinsicht verbreiteten weiblichen Schönheits- und Verhaltensidealen nicht. Auch ich stöhne, wenn nicht enthaarte Achseln zum Skandal gemacht werden und wenn Leute sich vor nicht rasierten Intimzonen ekeln. Auch ich enthaare meine Beine zwar gelegentlich, bin aber meistens zu faul dazu und was solls, unter Jeansbeinen oder dicken Strumpfhosen sieht eh niemand den Pelz. Nagellack und ich, das klappt auch nicht, schon wegen der Gitarre nicht (einmal spielen und der Lack ist ab), und meine sorgfältige Nagelpflege ist genauso sehr ein Gitarrist_innen-Ding wie ein femme-Ding. Auch ich trage nicht jeden Tag Make Up. Auch ich grabsche mir unter der Woche meistens eine halbwegs saubere Jeans und ein sauberes T-Shirt aus dem Schrank und denke nicht lang übers Anziehen nach &#8211; Hauptsache, ich erwische nicht Farben, die sich total beißen. Wenn es um Shopping geht, habe ich nicht an Kleidern und Schuhen Freude (das schiebe ich sogar meistens raus, bis es nicht mehr anders geht als mal wieder was einzukaufen), sondern an Büchern, Technik und Musikinstrumenten. Und auch wenn ich mich mit meinem derzeitigen Gewicht nicht so wohl fühle und gern wieder fitter wäre, muß ich das Spiel mit der Abwertung von Frauenkörpern, die nicht bestimmten Normen entsprechen, nicht mitspielen. Frauenzeitschriften sind für mich ein fremdartiges Paralleluniversum.</p>

<p>Und trotzdem mag ich mir meine Feminität, <em>so wie ich sie lebe</em>, nicht nehmen lassen. <span id="more-2879"></span><br />
Mein Körper legt es wirklich nahe, mich feminin zu inszenieren. Selbst in meinen schlanksten Zeiten mit 14/15, wo ich am Rand des Untergewichts stand, hatte ich &#8211; so nahm ich es wahr &#8211; einen &#8220;dicken Hintern&#8221;. In den Hosen, die ich damals bekommen konnte, fühlte ich mich unförmig. Aber in Kleidern und Röcken, da konnte ich mich auf einmal anschauen; da wurde aus dem Unförmigen auf einmal eine Kurvigkeit, mit der ich mich schön finden konnte.<br />
Wo ich mich im Schulsport als kleine Person mit damals nicht besonders guter Kondition, die mit Bällen nicht klarkommt, nur quälte, da konnte ich im Ballett Stärken ausspielen: Koordination, Gespür für Bewegung, Beweglichkeit, Musikalität.</p>

<p>Die Verknüpfung von Haarlänge zu gender ist zwar nicht mehr so zwangsläufig (zumindest außerhalb von LGBTQ-Zusammenhängen, wo lange Haare an als weiblich wahrgenommenen Personen meiner Erfahrung nach sehr stark mit Feminität assoziiert werden), aber lange Haare tragen dazu bei, daß ich als feminin wahrgenommen werde. Und ich mag meine Haare auch deutlich länger als schulterlang, finde lange Haare praktischer, komme besser damit klar, mir Zöpfe zu flechten oder meine Haare hochzustecken (das ist übrigens meistens weniger Arbeit als einen Zopf zu flechten) als kurze Haare davon abzuhalten, in alle Richtungen abzustehen.</p>

<p>Feminität: das war und ist nichts, was mir aufgezwungen wurde bzw. wird, sondern ich fühl(t)e mich damit schön, stark und mit mir selbst im Einklang. Mich aufbrezeln, mich schön machen, das war niemals etwas, was von mir verlangt wurde, sondern etwas, das ich mit Lust und freiwillig tue. Vielleicht kann ich das genau wegen meiner gender-relaxten Erziehung: ich mußte nie &#8220;ein nettes, braves Mädchen&#8221; sein, kann mich nicht erinnern, jemals gegenderte Kleidung anziehen zu müssen, die ich nicht mochte; ja, ich war sogar mit 12 mal ziemlich unglücklich über einen Haarschnitt, den ich viel zu frech fand (ich wollte damals nicht frech sein, was nicht an irgendwelchen Gendersachen hing, sondern schlicht an einem übermäßig konfliktbeladenen Alltag). Wenn ich im Alltag fast nur Hosen trug, dann war das damit begründet, daß ich mir ansonsten in meiner eiskalten Schule den Allerwertesten abfror, und als ich aus der Schule raus war, trug ich (wenn ich mich recht erinnere) erst einmal zwei Jahre lang fast nur Röcke.<br />
Wenn ich in die Oper ging, wurde aus dem unscheinbaren, altklugen Mauerblümchen, das ich im Alltag war, auf einmal eine begehrenswerte Person. Wenn ich in der Schultheater-AG auf der Bühne stand (immer in weiblichen Rollen), dann war ich die Person, die ich sein wollte, fühlte mich schön und stark. Heute fühle ich mich schön und stark, wenn ich vor Publikum singe, rede oder ritualisiere, und mich dafür schön zu machen, gibt mir ein Gefühl von Präsenz und Stärke.</p>

<p>Um das Thema des Anfangs wieder aufzugreifen: Wo alles Feminine tabu ist, wo genau das Gegenteil der derzeitigen Schönheitsideale und Verhaltensnormen hochgehalten wird, fühle ich mich extrem unwohl; das ist eine genauso restriktive Welt wie eine, in der ich doof angeguckt werde, weil ich meine Achseln nicht enthaare.</p>

<p>Feminität gibt mir das Gefühl, schön, stark und begehrenswert zu sein, nicht weil ich damit irgendwas herstellen muß, ohne das ich mich defizitär fühle, nicht, weil ich ansonsten ausgegrenzt werde, sondern weil ich mich damit stimmig und authentisch fühle. Allen einengenden Konstruktionen und Zuschreibungen von Weiblichkeit zum Trotz: Meine Weiblichkeit nehme ich mir raus. Sie ist eine Kraftquelle und sie gehört zu mir.</p>
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		<title>Lesefragen zum Welttag des Buches</title>
		<link>http://ryuu.de/2012/04/lesefragen-zum-welttag-des-buches/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 18:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ryuu</dc:creator>
				<category><![CDATA[bla und blubber]]></category>
		<category><![CDATA[bücher]]></category>
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		<description><![CDATA[Ach, heute ist ja Welttag des Buches, wie ich bei Astrodicticum Simplex erfuhr. Und von ihm habe ich auch drei Fragen geklaut: Welches Buch lest ihr gerade? Welches Buch werdet ihr demnächst lesen? Welches Buch wollt ihr dem Rest der Welt unbedingt empfehlen? Und meine Antworten: Ich lese gerade den vierten Band des &#8220;A Song [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, heute ist ja Welttag des Buches, wie ich bei <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/04/bucherregalpornografie-und-der-welttag-des-buches.php">Astrodicticum Simplex</a> erfuhr. Und von ihm habe ich auch drei Fragen geklaut:</p>

<blockquote>    
<ol>
    <li>Welches Buch lest ihr gerade?</li>
    <li>Welches Buch werdet ihr demnächst lesen?</li>
    <li>Welches Buch wollt ihr dem Rest der Welt unbedingt empfehlen?</li>
</ol>
</blockquote>

<p>Und meine Antworten: <span id="more-2866"></span></p>

<ol>
<li>Ich lese gerade den vierten Band des &#8220;A Song of Fire and Ice&#8221;-Zyklus von George R. R. Martin: &#8220;A Feast for Crows&#8221;. Auf englisch.</li>
<li>Keine Ahnung, ich glaube, ich brauche dann mal etwas Pause von &#8220;A Song of Fire and Ice&#8221;. Ich habe schon ewig vor, mich einmal neu durch &#8220;The Inner Game of Music&#8221; zu arbeiten. Und wenn ich Geld für Bücher erübrigen könnte, dann wäre Riki Wilchins&#8217; <a href="http://www.amazon.de/Gender-Theory-Einf%C3%BChrung-Riki-Wilchins/dp/3896561308/ref=sr_1_6?ie=UTF8&amp;qid=1335194605&amp;sr=8-6">Gender Theory</a> und Heinz-Jürgen Voß&#8217; <a href="http://www.amazon.de/Geschlecht-Wider-Nat%C3%BCrlichkeit-Heinz-J%C3%BCrgen-Vo%C3%9F/dp/3896576631/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1335194648&amp;sr=8-1">Geschlecht. Wider die Natürlichkeit</a> heiße Kandidaten, aber auch Florian Freistetters <a href="http://www.amazon.de/Krawumm-Ein-Pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-Weltuntergang/dp/3711000258/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1335194951&amp;sr=1-1">Krawumm</a> interessiert mich.</li>
<li>Da gäbe es so einige, aber weil ich sie persönlich kenne und das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe: <a href="http://katja.gesche.de/">Katja Gesches</a> Krimi &#8220;Feuerrad&#8221;. </li>
</ol>

<p>Und Ihr so?</p>
<p>Keine verwandten Einträge.</p> <p><a href="http://ryuu.de/?flattrss_redirect&amp;id=2866&amp;md5=6b98365380fe986d32111b1884df8d41" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ryuu.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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