ryuus Hort

Bastelrechner-Update: Grafikkarten-Treiber installiert

Was man so tut, wenn man krank zu Hause hängt, aber nicht zu krank ist, um ein bißchen am Rechner rumzufummeln… Ein weiterer Punkt von dieser Liste ist erledigt: Ich habe die Treiber für die Nvidia-Grafikkarte installiert, nach dieser Anleitung von Roman. Bringt aber nicht so sonderlich viel und war viel Aufwand. Bis ich die Tastaturbelegung am Loginscreen wieder auf deutsch hatte (sie hatte sich im Zuge der GraKa-Treiber-Installation auf US-englisches Tastaturlayout verstellt), habe ich Bekanntschaft mit der xorg.conf geschlossen und auch gleich gelernt, daß man daran nicht ohne Not rumfummeln sollte. Und wenn, dann sollte $user schon ein wenig mit der Konsole umgehen können. Dateien kopieren und umbenennen können ist da eine sehr wichtige Fertigkeit.

Alles nur geschwätzt.

Das pflegt meine beste Freundin über Dinge zu sagen, die so herausragend schön oder erhebend sind, daß sie alles andere in den Schatten stellen. So ein Erlebnis war, im Nachhinein betrachtet, das Konzert am Mittwoch. Warum? Weil es für mich geradezu körperlich befriedigend war; und weil es mich mit ein paar Dingen in Berührung brachte, die ich fast vergessen hatte. Dieses Lied von den unvergleichlichen Singvøgeln bringt das ziemlich gut auf den Punkt:

Gehört: Blind Guardian, At the Edge of Time

„Die Gardinen“, wie manche Fans Blind Guardian liebevoll nennen, lassen sich mit ihren Alben ja Zeit. Und wenn sie was abliefern, dann hat das Hand und Fuß. So auch diesmal.

Die vorletzte Platte, „A Night at the Opera“, war ein ungewohnter Schritt in eine neue Richtung, und sie ist noch heute eine Platte, die ich sehr speziell finde – grandios, aber nichts für jeden Tag und doch irgendwie sperrig. „A Twist in the Myth“ integrierte meinem Eindruck nach diese Elemente mit dem gewohnten Guardian-Sound zu etwas Neuem. „At the Edge of Time“ ist abermals eine neue Mixtur, und doch erkennt man mit den ersten Riffs die Guardian-typische Klangfarbe.

Schon der Opener – mit einem echten Orchester eingespielt – hat Gänsehautpotential. „Filmmusik meets Powermetal“ war mein erster Eindruck – ein unglaublich differenzierter Orchesterklang, der erst nach und nach mit der Band fusioniert und nicht nach Orchesterklischee, sondern tatsächlich klassisch mit einem Touch Filmmusik klingt. Da kommen auch Instrumente zum Zug, die man sonst im Symphonic Metal eher vermißt, zum Beispiel das Marimbaphon. Doch nicht nur dieses Stück mag ich. Hier meine persönlichen Lieblinge:

Live gesehen: Blind Guardian & Van Canto & Steelwing

Vorgestern war ein Tag, auf den ich lange hingehibbelt hatte. Nach langer, langer Berlinabstinenz kamen Blind Guardian im Rahmen ihrer „Sacred Worlds and Songs Divine“-Tour endlich wieder hier vorbei. Als Support Acts waren Van Canto, auf die ich auch sehr gespannt war, und die schwedischen Powermetaller Steelwing dabei.

Um es kurz zu machen, es gab nur weniges, was diesen Abend getrübt hat. Das übliche Problem, daß man als Mensch von weniger als 1,60m Körpergröße auf Konzerten nicht viel sieht 1, weil immer irgendjemand Größeres vor einem steht, war Nummer Eins. Dann war da noch der Pogopit. Macht mir keinen Spaß – ich will mich bei einem Konzert auch auf die Musik konzentrieren, gerade bei dieser Band. Und wenn sowas unvermittelt um eine herum losbricht, man zu Boden gerissen wird um ein Haar seine gesamte Tasche verliert, dann ist das schon eine Schrecksekunde. 2 Letzten Endes habe ich bei der Aktion zum Glück nur meinen Regenschirm verloren und es ist auch nichts kaputtgegangen.

Eine weitere kleine Frustigkeit lag nicht am Publikum: Meine Kamera hat gestreikt, auch die Handyfotos sind nichts geworden, es gibt also keine Bilder von mir.

Das alles schreibe ich vorneweg, damit ich mich auf die angenehmen Seiten konzentrieren kann. Denn im großen und Ganzen war das so ein Abend, der mir noch am Tag danach ein verzücktes Grinsen ins Gesicht zauberte. Und ich weiß mal wieder, warum ich Metal im allgemeinen und Guardian im Besonderen liebe.

Angenehme Überraschung am Einlaß: Es ging alles sehr flott und freundlich, kein langes Schlangestehen. (OK, ich war auch Punkt sieben, Einlaßbeginn, da.) Das Huxleys kannte ich vorher noch nicht, meinem Eindruck nach eine sehr schöne Halle. Schon um 19:30 legten Steelwing dann los.

  1. jedenfalls nicht, wenn man die Band aus nennenswerter Nähe sehen will und es nicht in die erste Reihe geschafft hat
  2. Mit hatte ich die, weil Geldbeutel, Handy, Knipse, Schlüssel, Fächer und das, was ich am Merchandise-Stand gekauft habe, ja irgendwo untergebracht werden müssen. Armeehosen mögen praktisch sein, sehen an mir aber verboten aus.