ryuus Hort

Ein neuer Blick auf lilypond

Ich habe ja hier und da immer wieder bemängelt, daß Lilypond so überhaupt nicht intuitiv sei. Und war eigentlich immer auf der Suche nach einem grafischen Interface dafür. Das hat sich jetzt geändert.

Vor ein paar Wochen wollte ich schnell mal einen neuen Song in Noten setzen. „Schnell mal“ ist bei mir jedoch immer nahe an famous last words, und so auch diesmal: MuseScore stürzte mir auf dem Bastelrechner (inzwischen mit Debian Squeeze bestückt) ab, Denemo ebenso, und extra das Netbook anzuschmeißen, hatte ich keine Lust. Also sagte ich mir „F*ck you!“ und schlug einmal mehr meine Zähne in lilypond. Diesmal mit dem Ansatz „ich schreibe from scratch und will wirklich verstehen, was ich da fabriziere“. Offensichtlich hat es, abgesehen von diesem Ansatz, auch für Markupsprachen etwas gebracht, daß ich mich kürzlich intensiver mit Python auseinandergesetzt habe. Zumindest ist wohl ein Quentchen programmiererisches Denken hängengeblieben, und diesmal kam ich bis zu diesem Killerfeature: Stücke durch Bezeichner organisieren. Das gab mir endgültig einen Schubs, mich doch mal intensiver mit lilypond auseinanderzusetzen.

Gentrifizierung. Auch in Neukölln?

Als ich vor 12 Jahren nach Neukölln zog, geschah das aus einer gewissen Not heraus. Ich wohnte damals in einer Zweier-WG in Kreuzberg, hatte mit meiner Hauptmieterin ernsthaften Krach bekommen und brauchte schnell eine Bude. Und preiswert mußte die sein. Das war meine Wohnung damals: Sie kostete mich ungefähr die Summe, die ich heute in Euro bezahle (und die immer noch preiswert ist), in DM. Und ich habe Platz. OK, damals hatte sie noch Ofenheizung, Außenklo und die Dusche mit Elektroboiler in der Küche. Und die Waschmaschine kam sowieso erst sehr viel später. Ein rotes Haus mit grünem Graffiti in Neukölln

Auf der Fassade dieses Hauses in Nord-Neukölln steht: „Die Fassade macht bling und die Kasse macht ching“

Und trotzdem – ich habe meine Bude ziemlich bald lieben gelernt. Das Haus ist an sich schwer in Ordnung, die Nachbarn sind OK, ich habe einen wunderbaren Ausblick und einen Balkon (auch wenn der nach Norden geht), alles Wesentliche in walking distance (hey, mittlerweile sogar eine Packstation!) und die Nahverkehrsanbindung ist traumhaft.