ryuus Hort

FAWM Blogging, Folge 2: Blockiert!

Ich bin blockiert.
Oder zumindest habe ich dieses Gefühl. Mein Kopf ist voller Ideen und ich komme nicht dazu, sie umzusetzen. Ich bin ungeduldig mit mir selbst. Ich sehe, mit welcher Frequenz andere Lieder raushauen und ich habe gerade mal eins fertiggestellt. Drei weitere sind konkret in Arbeit, davon zwei Kollaborationen und bei einer davon komme ich gerade nur mühsam voran. Ich hadere mit meiner technischen Situation und mit meinem begrenzten Wissen und Können in Sachen Aufnehmen.

Dazu kommt, daß in meinem Leben außerhalb von FAWM so einiges los ist, einige Verpflichtungen sich melden und ich mich auf ein Chorkonzert am 26.2. vorbereiten sollte (die Karten sind, soweit ich weiß, schon fast – oder inzwischen ganz – ausverkauft). Und ich? Ich fühle mich durch den Wind, unkonzentriert, verletzlich. Meiner Inspiration muß ich dieses Jahr nicht mit einem Knüppel nachsteigen, wie das berühmte Jack-London-Zitat nahelegt. Eher ist es so, daß ich nur die Schleusentore aufmachen muß und schon ist sie da und wird immer mehr. Ideen sind nicht das Problem – es hakt dieses Mal definitiv an ihrer Umsetzung.

Die Hemmschuhe: erstens dauert das Aufnehmen bei mir – wegen der oben angesprochenen technischen Situation – einfach lange, zu lange für meinen Geschmack; das nervt mich. Und zweitens finde ich überhaupt so wenig Zeit zum Musikmachen. Texten, komponieren, entwerfen: Das geht ja auch mitten in der Nacht. Einen leisen balladesken Gitarrenpart zupfen: das traue ich mich auch noch um elf Uhr abends. Aber wüstes Geschraddel (und, oh ja, ich habe einen Song mit sowas in Arbeit) und Singen in meinen üblichen Lautstärken: das geht nur vor zehn Uhr abends. Essen, Duschen und Schlafen muß auch irgendwann mal sein…

Nun ja, am Sonntag werde ich erstmal mit lieben Leuten rumgammeln, und danach sieht die Welt hoffentlich schon wieder anders aus… Wenigstens scheint sich meine Nervosität, wenn dieser rote Knopf leuchtet, allmählich zu legen. Und zu meiner Überraschung stelle ich fest, daß mir dieses Jahr deutsche Texte schon leichter fallen. Bei aller Frustration also doch ein paar Lichtblicke.