ryuus Hort

Yay, ich bin nicht privilegiert! Oder so.

Inhalts-Hinweis: In der zweiten Hälfte dieses Textes mache ich mir ausführlich Gedanken über Religion.

Meine FB-Timeline teilt gerade diesen Test rauf und runter, und ich habe ihn auch gemacht.

Ich finde den Test interessant, weil er deutlich macht, welche Erfahrungen eins gemacht hat. Ich finde ihn auch interessant, weil er Leuten vielleicht vor Augen führt, welche Erfahrungen sie nie gemacht haben. Viele in meiner Timeline reagierten mit einem „oh, hätte ich nicht gedacht“ angesichts eines Ergebnisses irgendwo zwischen 30 und 40 Punkten.

Der Test ist jedoch auch nicht nur in meinen Augen hochproblematisch. Distel hat hier ein paar Kritikpunkte aufgeschrieben, ich ergänze mal, was mir dazu noch einfällt.

Isolierter Privilegienbegriff, Absolutionscharakter und opression olympics

Ich finde ihn problematisch, weil er zu oppression olympics („aber ich bin doch viel diskriminierter als du!“) einlädt. Ich finde es auch schwierig, eindimensional in einer Zahl zu messen, wie privilegiert ich denn nun bin. Und was die eine als benachteiligenden Klotz am Bein empfindet, mag für den anderen eine befreiende Wahl sein und überhaupt sehr von den Umständen abhängen (zum Beispiel kein Auto zu besitzen – in manchen ländlichen Gebieten ein drastischer Mobilitätsmangel, in Städten mit gut ausgebautem ÖPNV dagegen oft kein Problem).

Barfußschuhe und ich, pt. 2: Leguano.

Ich habe für diesen Artikel keine Gegenleistung von der leguano GmbH erhalten. Meine Leguanos habe ich selbst bezahlt.

Vor 1 1/2 Jahren habe ich ja mal Vibram FiveFingers ausprobiert und festgestellt, daß deren Konzept bei mir wegen der Fersenkonstruktion nicht aufgeht.

Dann habe ich das Experiment mit Leguano-Barfußschuhen gemacht. Die sind im Prinzip nichts weiter als eine dicke Socke mit einer Gummisohle dran. So sehen sie aus:

leguano3