ryuus Hort

Genervte Spiritante ist genervt.

Ich hatte ja Mitte Juni einen Artikel in der an_schläge erwähnt, über den ich mich geärgert habe. Dieser Ärger ist nachhaltig geblieben, und die ganze Zeit trug ich den Wunsch mit mir herum, einen Artikel dazu zu schreiben, der sich gewaschen hat. Nun ist das Notizenmachen für diesen Artikel etwas ausgeufert, und es wird eher eine Artikelserie als ein einzelner Artikel.

Ich bin jedenfalls nicht allein mit meinem Ärger:

Zuerst einmal stehen auch feministische Zusammenhänge heute weitgehend in der materialistischen Tradition der Linken: Wenn etwas nach „spiri“ oder „esoterisch“ riecht, dann ist der Verdacht nahe, eins wolle sich auf ein bequemes, erzbiologistisches Bild vom natürlichen Geschlecht, das schon immer da war und mit dem eine nur ins Reine kommen muß, zurückziehen.

Meine Perspektive aufs Kinder-Kriegen und -Haben

Das Kollektiv von Der k_eine Unterschied hat da einen interessanten Text über Perspektiven aufs Kinderkriegen rausgebracht. Das triggerte meine eigenen Gedanken zu dem Thema.

Ich bin kinderlos, alleinstehend und – derzeit – arm. Ich will keine Kinder. Und zwar weil die Bedingungen, unter denen ich eigene Kinder überhaupt als Möglichkeit in Betracht ziehen würde, nie in meinem Leben erfüllt waren und nach wie vor nicht sind.

Als Lesbe werde ich nicht „zufällig“ schwanger. Da müßte ich schon richtig Entschlossenheit und Energie investieren. Über das Wie denke ich gar nicht erst nach, solange die Umstände für mich nicht tolerabel sind.

Um meine Bedingungen zu erklären – unter denen ich überhaupt erst anfangen würde, ernsthaft darüber nachzudenken, ob ich eigene Kinder will – , muß ich ein wenig ausholen.