#bodypositivepractice: [CN: Gewicht] Mehr werden.

Der M√§rz ist ja jetzt vorbei, aber ich mache trotzdem weiter mit der angefangenen Praxis ūüôā

Bis ich mit YAYOG am Ende des 10-Wochen-Plans bin, dauert es wahrscheinlich bei meinem Tempo bis Anfang-Mitte Juni. Sei’s drum! Ohnehin kann ich da nicht sofort den n√§chsten anfangen, sondern mu√ü wohl noch ein paar Monate was f√ľr die Kraft im Oberk√∂rper tun, bevor ich den n√§chsten Trainingsplan anfangen k√∂nnte.

Ambivalent hingegen ist, daß ich irgendwie mehr werde. Genauer gesagt: Ein paar Körpermaße werden mehr. Andere bleiben unverändert. Ich freue mich rund um den Oberkörper um vieles, das größer und muskulöser zu werden scheint.
Und ich werde st√§rker: Ich freue mich √ľber den Kraft- und Schnelligkeitszuwachs, wenn ich ihn bemerke. Seit ich Krafttraining mache, laufe ich im Schnitt schneller, mitunter auch weiter; an einem Tag im M√§rz bin ich spontan mal sieben Kilometer gelaufen statt der √ľblichen (und geplanten) vier. Am Wochenende ca. zwei Stunden lang das Beet im neuen Garten der Herzensfrau umzugraben (eine total ungewohnte T√§tigkeit), hat mir nur ganz leichten Muskelkater beschert.

Gegen die Angst vor dem Zunehmen hingegen k√§mpfe ich nach wie vor. Der Versuch, abzunehmen, begleitet mich seit meiner Pubert√§t – mit Ausnahme von einem Jahr hier, einem Jahr dort, wo ich es fertigbrachte, keine Sorgen um mein Gewicht zu haben. Warum sollte ich die Dinge nicht mal einfach auf mich zukommen lassen? Selbst wenn ich mich f√ľr meine Begriffe „gehen lie√ü“, blieb meine Kleidergr√∂√üe relativ konstant; und wenn sie sich ver√§ndern w√ľrde, was sollte schlimm daran sein? Irgendwann wird es mir auch noch gelingen, meine Angst vor dem Dickwerden – diesen Teil meiner internalisierten Dickenfeindlichkeit – gehen zu lassen.