ryuus Hort

Leistungsdenken. Und was ich gerade darüber lerne.

Ich habe ja so eine ganz komische Arbeitsethik. Deren grundlegenede Maxime lässt sich beschreiben mit „Egal, wie sehr du dich reinhängst, es ist nie genug!“ und „was du schon gemacht hast, zählt nicht, solange da noch was auf der ToDo-Liste steht“, vor allem aber mit „Leistung = Wert“.

Fußboden, auf dem Aktenmappen herumliegen

Ich glaube, dieses Leistungsdenken begleitet mich schon sehr, sehr lange. Es hat sehr viel zu tun mit dem, was gesellschaftlich so als „Arbeit“ anerkannt wird. Arbeit hat unlustbesetzt zu sein. Arbeit hat ein bestimmtes Aussehen – mit meiner Gitarre dazusitzen und zu üben, kann laut meinen komischen internalisierten Regeln genauso wenig Arbeit sein wie ein Buch über gutes Schreiben zu lesen. Und doch will ich beides, das Musikmachen und das Schreiben, ja auch professionell machen (bei Letzterem entwickelt sich das gerade recht gut und beginnt sogar ein wenig Gewinn abzuwerfen). Bei Hausarbeit ist es noch perfider: sie muss gemacht werden (bzw. die Konsequenz des Nicht-Erledigens ist, dass ich mich nicht wohl fühle oder nix zu futtern habe), sie macht mir meistens keinen Spass (vielleicht in einigen Fällen vom Kochen abgesehen), aber irgendwie ist sie auch – wieder laut den komischen Regeln in meinem Kopf – „keine richtige Arbeit“. Dass mich Hausarbeit teilweise mehr Energie kostet als Erwerbsbezogenes, berücksichtigt mein komisches Regelsystem nicht.

Barfußschuhe und ich, pt. 3: Vivo Barefoot

Auch hier gilt ein Disclaimer: Ich habe für diesen Artikel keine Gegenleistung von Vivo Barefoot erhalten; meine Barefoots habe ich von meinem eigenen Geld gekauft.

Das mit den „Barfußschuhen“ läßt mich ja nach wie vor nicht los. Der Kauf, den ich jetzt verblogge, der geht eigentlich auf Herbst 2013 zurück. Lange habe ich diese Schuhe jedoch wegen eines ziemlich seltsamen Problems kaum getragen. Dazu weiter unten. Meine bisherigen Versuche mit Barfußschuhen waren ja nicht so von Glück gesegnet – mit Vibram FiveFingers bin ich nicht gut zurechtgekommen und Leguano haben für mich auch nicht funktioniert. Diesmal ist es anders.

Meine Vivo Barefoot Schuhe von der Seite
Meine Vivo Barefoots (schon etwas getragen) von der Seite

Gedanken über Sport und Fitness – Aufhänger: Mein neues Spielzeug

Ich habe in den letzten 8 Wochen richtig Bock auf Sport. Das fing an, als ich im November in einem Motivationsloch mit dem Laufen steckte. Irgendwie stellte ich fest: ich konnte mich nur schwer aufraffen, und wenn, lief ich meine kurzen Strecken, und die eher langsam… (Gut, es kommt dazu: jahreszeitlich bedingt laufe ich eher „langweilige“ Strecken, weil die gut ausgeleuchtet sind; die aufregenden Geländerouten durch den Wald sind bei Dunkelheit eher… unpraktisch.) Es mußte was Neues her, was wieder Schwung bringt. Also dachte ich mir: So’n bißchen mehr Krafttraining wäre doch fein.

Hätte ich keine Geldsorgen, ich ginge ins Fitnesstudio. Aber – ich habe die Kohle gerade nicht. Also erinnerte ich mich an die Dinge, die ich von einem meiner Ju Jutsu-Sensei lernte – darunter war auch das Aufwärmtraining, das ich von diesem Menschen gelernt habe. Er pflegte nämlich Liegestütze und Co. mit uns zu machen, und zwar so, daß der Trainingseffekt, hätte ich das regelmäßig und systematisch gemacht, mit jedem Studio mithalten könnte. Was mir jedoch fehlte, war eine Systematik und Tracking.