Ein neuer Blick auf lilypond

Ich habe ja hier und da immer wieder bemängelt, daß Lilypond so überhaupt nicht intuitiv sei. Und war eigentlich immer auf der Suche nach einem grafischen Interface dafür. Das hat sich jetzt geändert.

Vor ein paar Wochen wollte ich schnell mal einen neuen Song in Noten setzen. „Schnell mal“ ist bei mir jedoch immer nahe an famous last words, und so auch diesmal: MuseScore stürzte mir auf dem Bastelrechner (inzwischen mit Debian Squeeze bestückt) ab, Denemo ebenso, und extra das Netbook anzuschmeißen, hatte ich keine Lust. Also sagte ich mir „F*ck you!“ und schlug einmal mehr meine Zähne in lilypond. Diesmal mit dem Ansatz „ich schreibe from scratch und will wirklich verstehen, was ich da fabriziere“. Offensichtlich hat es, abgesehen von diesem Ansatz, auch für Markupsprachen etwas gebracht, daß ich mich kürzlich intensiver mit Python auseinandergesetzt habe. Zumindest ist wohl ein Quentchen programmiererisches Denken hängengeblieben, und diesmal kam ich bis zu diesem Killerfeature: Stücke durch Bezeichner organisieren. Das gab mir endgültig einen Schubs, mich doch mal intensiver mit lilypond auseinanderzusetzen.

Musik mit Pinguin IX: Gitarren-Software

Ich kann mich noch gut an meine Gitarrenstunden erinnern, vor allem an die, als ich mich endlich zu den Fortgeschrittenen zählen durfte und Bach spielte. Stunden um Stunden verbrachte ich mit meinem Gitarrelehrer damit, Fingersätze auszufrickeln; er war ein guter Erfinder von unkonventionellen, aber effektiven Fingersätzen, die dann auch entsprechend in die Noten geschrieben wurden. Was ich schließlich auswendig lernte, waren nicht die Noten; es waren die Fingersätze. Im Lauf des FAWM ging es mir ähnlich: Oft hatte ich das Bedürfnis, zu notieren, wie ein bestimmter Akkord gegriffen wird. Dafür sind Tabulatur und Griffbilder immer noch ein probates Mittel.

Und darum haben Tabulatureditoren und Programme speziell für Gitarrist_innen, mit denen ich Gitarrenstücke als Tabulatur oder am besten parallel als Tabulatur und als Noten darstellen kann, ihre Berechtigung. Was ich da an OpenSource-Software für Linux finde, ist aber alles nicht soooo das Gelbe vom Ei…

Musik mit Pinguin VII: KXStudio

Linux-Distributionen gibt es ja wie Sand am Meer. Unter anderem auch etliche, die speziell auf Multimedia-Bearbeitung optimiert sind, die also z.B. von Anfang an einen Lowlatency- oder Realtime-Kernel mitbringen, JACK bereits an Bord haben und auch etliche Programme, die $mensch für Audiobearbeitung, Grafik oder Videoschnitt braucht. Lauter Dinge, die man bei einem gewöhnlichen Ubuntu oder Debian erst einmal installieren und konfigurieren muß, sind in so einer Multimedia-Distribution schon vorkonfiguriert. Wer viel Multimedia-Bearbeitung unter Linux machen möchte, kann sich mit einer spezialisierten Distribution also unter Umständen signifikant Nerven sparen. Zwei dieser Distributionen wollte ich einmal testen: KXStudio und puredyne.

FAWM Blogging IV: Software

Tja, ich hatte gedacht, ich würde mehr Software brauchen. Tatsächlich hält sich die Software, die ich bisher benutze, in einem überschaubaren Rahmen. Mein Arbeitspferd zum Recording, bzw. zum Bearbeiten von fertigen Aufnahmen (die ich mit dem H4N gemacht habe), ist Audacity. Die Bedienung davon war mir in Grundzügen vertraut, ist aber nicht so ganz unkomplex. Erst eine Aufnahme ist mit Ardour entstanden, das mir einen noch mächtigeren Eindruck als Audacity macht, aber mir von der Bedienung her noch viel fremder ist. Da müßte ich mich in Ruhe ransetzen, um genauso sicher und flott damit zu arbeiten wie mit Audacity – und diese Zeit stecke ich diesen Monat lieber ins eigentliche Songschreiben.

Dementsprechend habe ich auch mit MIDI nicht viel gemacht.