ryuus Hort

Ich werde doch nicht etwa spießig?

Wo ich letztens über meine Wohnungsunlust bloggte… SPACE for friends Bild: ipernity / nottiestyle Vor gut zwei Wochen war ich (als Ausgleich für ein ärgerliches, gerenne-trächtiges Mißgeschick) kurz mal bei IKEA frustkaufen. Für meinen inneren Geizkragen hatte ich auch eine Totschlag-Ausrede, nämlich daß ich dringend einen neuen Kochtopf brauchte. Der gläserne Deckel meines einzigen größeren Topfes hatte einige Wochen zuvor den Sturz vom Herd nicht überlebt. (OK, er war altgedient: daher hielt sich das Ärgernis über das Kaputtgehen in Grenzen.) Den Topf holte ich mir dann auch, plus ein paar nette Kleinigkeiten. Aber was meine bisherige „brauch ich doch nicht, geht doch auch wie bisher!“-Geizkragen-Mentalität aus dem Konzept bringt, war der Gedanke: Ich könnte mir ja mal, also so wirklich, nicht mehr ausreden, was ich echt brauche und – Version für Fortgeschrittene – echt haben will. Denn das gelingt mir bisher nur mit Büchern und Hobbygedöns, aber seltener mit Klamotten und erst recht nicht mit Wohnungseinrichtung. Ob mein Impuls, zu geizen, ein Indikator ist, daß ich etwas wirklich brauche?

Ich kenne es von zuhause nicht anders als provisorisch.