Gehört: Blind Guardian, At the Edge of Time
„Die Gardinen“, wie manche Fans Blind Guardian liebevoll nennen, lassen sich mit ihren Alben ja Zeit. Und wenn sie was abliefern, dann hat das Hand und Fuß. So auch diesmal.
Die vorletzte Platte, „A Night at the Opera“, war ein ungewohnter Schritt in eine neue Richtung, und sie ist noch heute eine Platte, die ich sehr speziell finde – grandios, aber nichts für jeden Tag und doch irgendwie sperrig. „A Twist in the Myth“ integrierte meinem Eindruck nach diese Elemente mit dem gewohnten Guardian-Sound zu etwas Neuem. „At the Edge of Time“ ist abermals eine neue Mixtur, und doch erkennt man mit den ersten Riffs die Guardian-typische Klangfarbe.
Schon der Opener – mit einem echten Orchester eingespielt – hat Gänsehautpotential. „Filmmusik meets Powermetal“ war mein erster Eindruck – ein unglaublich differenzierter Orchesterklang, der erst nach und nach mit der Band fusioniert und nicht nach Orchesterklischee, sondern tatsächlich klassisch mit einem Touch Filmmusik klingt. Da kommen auch Instrumente zum Zug, die man sonst im Symphonic Metal eher vermißt, zum Beispiel das Marimbaphon.
Doch nicht nur dieses Stück mag ich. Hier meine persönlichen Lieblinge: