ryuus Hort

Barfußschuhe und ich, pt. 3: Vivo Barefoot

Auch hier gilt ein Disclaimer: Ich habe für diesen Artikel keine Gegenleistung von Vivo Barefoot erhalten; meine Barefoots habe ich von meinem eigenen Geld gekauft.

Das mit den „Barfußschuhen“ läßt mich ja nach wie vor nicht los. Der Kauf, den ich jetzt verblogge, der geht eigentlich auf Herbst 2013 zurück. Lange habe ich diese Schuhe jedoch wegen eines ziemlich seltsamen Problems kaum getragen. Dazu weiter unten. Meine bisherigen Versuche mit Barfußschuhen waren ja nicht so von Glück gesegnet – mit Vibram FiveFingers bin ich nicht gut zurechtgekommen und Leguano haben für mich auch nicht funktioniert. Diesmal ist es anders.

Meine Vivo Barefoot Schuhe von der Seite
Meine Vivo Barefoots (schon etwas getragen) von der Seite

Gedanken über Sport und Fitness – Aufhänger: Mein neues Spielzeug

Ich habe in den letzten 8 Wochen richtig Bock auf Sport. Das fing an, als ich im November in einem Motivationsloch mit dem Laufen steckte. Irgendwie stellte ich fest: ich konnte mich nur schwer aufraffen, und wenn, lief ich meine kurzen Strecken, und die eher langsam… (Gut, es kommt dazu: jahreszeitlich bedingt laufe ich eher „langweilige“ Strecken, weil die gut ausgeleuchtet sind; die aufregenden Geländerouten durch den Wald sind bei Dunkelheit eher… unpraktisch.) Es mußte was Neues her, was wieder Schwung bringt. Also dachte ich mir: So’n bißchen mehr Krafttraining wäre doch fein.

Hätte ich keine Geldsorgen, ich ginge ins Fitnesstudio. Aber – ich habe die Kohle gerade nicht. Also erinnerte ich mich an die Dinge, die ich von einem meiner Ju Jutsu-Sensei lernte – darunter war auch das Aufwärmtraining, das ich von diesem Menschen gelernt habe. Er pflegte nämlich Liegestütze und Co. mit uns zu machen, und zwar so, daß der Trainingseffekt, hätte ich das regelmäßig und systematisch gemacht, mit jedem Studio mithalten könnte. Was mir jedoch fehlte, war eine Systematik und Tracking.

Esoterik und Esoterikkritik, Teil 2: Meine spirituelle Praxis als Empowerment

Ich bin seit 18 Jahren Heidin. Obwohl sich mein Heidentum stets weiterentwickelt und ich manchmal sicher Gewähntes über Bord werfe, obwohl ich manchmal auch mit meiner Praxis oder mit – innerhalb der Subkultur – dominanten heidnischen Positionen hadere und viel Arbeit hineinstecke, ist diese heidnische Spiritualität ein sehr wichtiger Teil meines Lebens; einen, den ich nicht verstecken oder kleiner machen mag, als er ist. Und da „spirituell“ und „esoterisch“ scheinbar so unscharfe Grenzen haben und hierzulande spirituelles Tun jenseits des des Mainstreams gerne mal als esoterisch einsortiert wird, will ich hier beleuchten, was für mich der emanzipatorische Gehalt meiner Praxis ist.

Der folgende Text mag wie eine Werbebroschüre für Heidentum klingen, denn: ich beschreibe, was daran für mich empowernd ist. Daraus folgt, daß ich mich hier eher nicht mit dem auseinandersetze, was ich selbst als kritikabel sehe. Diese Dinge gibt es auch: Heidentum ist, zumindest in manchen Ausprägungen, anschlußfähig für Anti-Emanzipatorisches bis Menschenverachtendes, und diese Anschlußstellen zu reduzieren, ist mir wichtig. Dazu im nächsten Teil meiner Serie.

Das Problem der Beschreibbarkeit

Ich spreche von „meine Praxis“, da das Handeln, nicht etwa eine „richtige Gesinnung“ oder ein etwaiger „richtiger Glaube“ in dieser Hinsicht zentral ist. Mir ist unwohl mit dem Begriff „Religion“ und etwas weniger unwohl mit „Spiritualität“. Dazu schrieb ich hier bereits ausführlich.

Ein Reiserant: Im Fernbus von Freiburg nach Berlin

Disclosure: Ich habe für diesen Artikel keinerlei Gegenleistung von meinfernbus.de bekommen. Ich bin lediglich ein erstes Mal mit ihnen gefahren und fand’s gut.

Eigentlich liebe ich ja das Verkehrsmittel Bahn heiß und innig. Aber der Streßfaktor… auf den letzten Bahnfahrten war es eher der Ausnahmezustand als die Regel, daß die Dinge funktionierten, wie sie sollten. Versagende Technik, Verspätungen, blankliegende Nerven beim Personal, verpaßte Anschlußzüge, dadurch Streß mit der Zugbindung und entfallene Sitzplatzreservierung (was, auf das ich echt nicht mehr verzichten mag) … früher war die Bahn mal zuverlässiger, in den Neunzigern bin ich mit weniger Streß und preiswerter im Fernverkehr von A nach B gekommen. Und wenn ich nicht das Leben in vollen Zügen per Quer-durchs-Land- oder Schönes-Wochenende-Ticket genießen will – und für die Strecke von Berlin zu meiner Mom 7mal umsteigen und 12 Stunden brauchen -, dann ist Bahnfahren leider auch teuer.
Immerhin kann ich auf längeren Bahnfahrten die Zeit recht produktiv nutzen: Lesen, stricken, Musik oder Podcasts hören, was auf dem Netbook arbeiten.

Fliegen finde ich zwar toll – das heißt, von Taxi bis Landung, das Drumherum (zum Flughafen fahren, Checkin, Gepäckabgabe, Sicherheitskontrolle, Warten aufs Boarding und das Gewese mit den Flüssigkeiten, die nicht durch die Sicherheitskontrolle dürfen, am Zielort dann das Gepäck aufsammeln und vom Flughafen zum Zielort kommen…) eher nervig und der Zeitgewinn auf deutschen Inlandsstrecken fraglich.

Abzugeben: Vibram Fivefingers

Ich habe mir dieses Jahr Vibram FiveFigers zugelegt. Es war der zweite Versuch, ich hatte schon mal ein Paar, Modell „Classic“ und jetzt habe ich die „Sprint“-Ausgabe ausprobiert.

unschuhe

Ich gebe sie schweren Herzens weg, denn eigentlich mag ich das Laufgefühl sehr. Ich mag das Konzept der Fivefingers, aber es funktioniert bei meinen Füßen nicht.