ryuus Hort

Nochmal über den Bechdel-Test und Frauen in Filmen

In letzter Zeit hatte ich das eine oder andere Gespräch über den Bechdel-Test und darüber, daß der doch eigentlich nichts darüber aussagt, wie frauenfreundlich oder emanzipativ ein Film sei. Und dabei kam ich zu einer Erkenntnis.

Ich mag, dummerweise, jede Menge Filme, die sang- und klanglos durch diesen Test fallen. Filme, die oft genug die „weißer Tüp rettet die Welt und bekommt Schnuckelchen“-Schema abspulen. Ja, ich mag Action, Crime und SF, ich mag Popcornkino. Und manchmal, wenn ich mehrere davon hintereinander gesehen habe, habe ich auch so eine Art Kater, einen „it’s a white heterosexual man’s world“-Kater. Dann ist mir der Bechdel-Test wichtig.

Und zwar, weil er etwas über sichtbare, in der Geschichte fühlbare Eigenständigkeit von Frauen und über ihre Beziehungen untereinander sagt.

Zum Ada Lovelace Day: Sunita Williams

Schon wieder eine Astronautin als Person, die ich anläßlich des Ada Lovelace Day vorstelle? Allerdings. Ich mußte nicht lang überlegen, daß ich dieses Jahr über Sunita Lyn Williams schreibe.

Astronaut_innen an sich finde ich ja besonders und spannend genug, aber Williams hat ein paar bemerkenswerte Stats: Sie ist derzeit die Frau mit der längsten EVA-Gesamtdauer (44 Stunden und 2 Minuten bei insgesamt 6 EVAs) und erst die zweite Frau nach Peggy Whitson, die auf der ISS das Kommando innehat.

Ada Lovelace Day: Hoch hinaus!

Heute ist Ada Lovelace Day, der Tag, der an die erste Person erinnert, die nicht nur ein Computerprogramm schrieb, sondern auch erkannte, daß Computer mehr können als Zahlen schubsen: Ada Lovelace.
Eigentlich fordert die Ada-Lovelace-Day-Seite eine auf, Frauen aus dem Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) vorzustellen, die eine beeinflußt haben. Wenn ich das wörtlich nehme, habe ich ein Problem: Ich kann mich nämlich an solche Frauen kaum erinnern. Vielleicht ist das auch dem zu verdanken, daß ich mich sehr früh – so ungefähr mit 12, 13 – entschieden habe, Musikerin zu werden und mir dementsprechende Vorbilder gesucht habe.

Inspiriert von der Mädchenmannschaft, möchte ich heute keine verstorbene Ahnin vorstellen, sondern lebende naturwissenschaftlich-technisch tätige Frauen. Da sind mir im letzten halben Jahr so einige aufgefallen (mit einem Schwerpunkt, na logo, bei meinem neuen Steckenpferd, der Raumfahrt).

Frauen im All

Als kleine Ergänzung zum letzten Post: Die erste Frau im All war auch eine russische Kosmonautin. Walentina Tereschkova flog nur zwei Jahre nach Yuri Gagarin, vom 16. bis 19. Juni 1963, in den Orbit.

Was das Thema „Mehr Frauen in die Naturwissenschaft!!“ angeht, bin ich ja immer etwas gespalten. Vor allem, wenn da eine Abwertung von „typischen Frauenberufen“ und „typischen (wissenschaftlichen) Frauendisziplinen“ wie Geistes- und Kulturwissenschaften mitschwingt, fühle ich mich als Geisteswissenschaftlerin natürlich auch persönlich getroffen.