ryuus Hort

Ein Vierteljahr Freiburg.

Mir wird gerade erst bewußt, daß ich jetzt ein Vierteljahr und 3 Tage hier wohne. Und ich wurde heute gefragt, wie’s mir denn jetzt so geht, als Ex-Berlinerin in Freiburg.

Vielleicht kann ich noch nicht alles so wirklich beurteilen. Aber: Es geht mir schon mal sehr gut hier. Das Klima war anfangs gewöhnungsbedürftig für mich: nicht wegen der Wärme (paradiesisch für mich!), sondern weil die Luftfeuchtigkeit hier im Schnitt deutlich höher zu liegen scheint als in Berlin. Das merke ich an meiner Schamanentrommel, deren Fell hier öfter mal schlaff bis zur Tonlosigkeit ist, aber auch daran, daß Wäsche langsamer trocknet.

Die Freundlichkeit der Leute habe ich schon erwähnt. Und in meinem Alltag vermisse ich eigentlich nichts. Immerhin: Auch das hier ist eine Großstadt.

Angekommen. Oder so.

Ich bin angekommen… mehr oder weniger.

Letzten Sonntag habe ich meine neue Wohnung in Freiburg bezogen, mit nichts als einer Bettdecke, einem großen Rucksack voll Zeug und meiner Gitarre. In der Nacht vorher hatte ich noch ein 8 Kilo schweres Paket an die neue Adresse in die nächste Packstation gewuchtet (und es vorher einmal vergeblich hin und wieder zurück geschleppt, weil die Packstation nicht drucken konnte und auch das Einlesen meiner Kundenkarte und der mTAN-Versand nicht funktionierten. Technik, die begeistert. Also Paket zurückgeschleppt, Etikett aus dem Internet geleiert und nochmal hin).
Eine Matratze hat mir eine Twittererin geliehen, eine Nachbarin hat mir dann ein Gästebett, zwei Klappstühle, Bettwäsche, und etwas mehr Geschirr aufgenötigt geliehen.

Ich habe eine Bude!

Entwarnung für alle, die ich mit dem Wohnungssuchthema genervt habe: Ich habe heute den Mietvertrag für eine niedliche kleine 1-Zimmer-Wohnung mit Blick auf die Dreisam und Berg mit Wald nicht weit davon unterzeichnet. Der Drache hat eine neue Höhle!

Nächste Runde: Den Umzug wuppen. Mal sehen, wie ich das hinkriege.