ryuus Hort

Musik mit Pinguin IV: Gehörbildung mit solfege

Was lange währt, wird endlich gut… oder so. Lange hatte ich ja vor, einen Artikel über das freie Gehörbildungsprogramm solfege zu schreiben – was hiermit endlich mal geschehen soll.

solfege installieren

Unter einigen Linux-Distributionen (debian und Ubuntu, z.B.) ist solfege in den Repositories vorhanden und kann bequem über die Paketverwaltung installiert werden. Unter Umständen hat man damit nicht die neueste Version, wer nicht viel Aufwand mit der Installation haben will, ist hiermit aber gut bedient. Versionen für Windows und Mac gibt es auf der solfege-Homepage.

Funktionsumfang

solfege bietet eine Vielzahl von Übungen: Intervalle und Akkorde benennen, Intervalle oder Akkordtöne singen, Skalen erkennen, Rhythmus- und Melodiediktate sind nur einige der vielen Übungen. Schwierigkeitsgrade sind recht gut abstufbar, auch weit fortgeschrittene Benutzer werden lange ihren Spaß an solfege haben.

Musik mit Pinguin III: Exkurs über Gehörbildung

Der nächste Artikel in meiner kleinen Reihe über Musik mit Linux wird sich mit einem Thema befassen, unter dem sich viele nichts vorstellen können. Darum im Vorfeld eine Klärung: Was ist Gehörbildung? Aufgeschlagene Partitur Bild von Andrea & Stefan / flickr Gehörbildung, so wie ich sie verstehe, umfaßt mehrere Fähigkeiten: Zum einen, musikalische Strukturen mit dem Gehör zu erfassen, zum anderen das, was ich höre, in musiktheoretischen Begriffen benennen zu können – und umgekehrt: mir einen bestimmten, in Begriffen der Musiktheorie beschriebenen Sachverhalt oder Noten, die ich vor Augen habe, als Klang vorstellen zu können.

Absolutes und relatives Gehör

Was ist eigentlich das absolute Gehör, das musikalische Laien sich als etwas unglaublich Tolles vorstellen?