ryuus Hort

Nochmal über den Bechdel-Test und Frauen in Filmen

In letzter Zeit hatte ich das eine oder andere Gespräch über den Bechdel-Test und darüber, daß der doch eigentlich nichts darüber aussagt, wie frauenfreundlich oder emanzipativ ein Film sei. Und dabei kam ich zu einer Erkenntnis.

Ich mag, dummerweise, jede Menge Filme, die sang- und klanglos durch diesen Test fallen. Filme, die oft genug die „weißer Tüp rettet die Welt und bekommt Schnuckelchen“-Schema abspulen. Ja, ich mag Action, Crime und SF, ich mag Popcornkino. Und manchmal, wenn ich mehrere davon hintereinander gesehen habe, habe ich auch so eine Art Kater, einen „it’s a white heterosexual man’s world“-Kater. Dann ist mir der Bechdel-Test wichtig.

Und zwar, weil er etwas über sichtbare, in der Geschichte fühlbare Eigenständigkeit von Frauen und über ihre Beziehungen untereinander sagt.

Metal, ich und Empowerment

tl;dr: Im Metal gibt es viele kackscheißige Aspekte, trotzdem mag ich diese Musik und sie hat empowernde Aspekte für mich.

Vor einiger Zeit wurde in meiner feministischen Filterbubble viel über Musik geschrieben, und ich fühlte mich inspiriert, was über meine Beziehung zu einem Genre zu schreiben, das mir was bedeutet, obwohl es dort jede Menge Mackertum gibt, nämlich Metal. Ich weiß nicht, ob das metallische Mackertum ein schlimmeres oder grundsätzlich anderes ist als das übliche in Rock/Pop-Kontexten.
Ich komme erst jetzt dazu, aufzuschreiben, was ich dazu zu sagen habe, weil ich sehr mit Musikmachen beschäftigt war.

Ich habe um 2000 angefangen, Metal zu hören, in einer Zeit, als ich mich von Konformitätsdruck belagert fühlte, hin und her gerissen zwischen subkulturellen Identitäten (beziehungsweise dem Gefühl, daß auf der einen Seite meine Subkultur-Identität als Goth stand, ich auf der anderen Seite qua Begehren auf die Homo-Szene verwiesen wurde, in der ich mich unwohl fühlte), leidend darunter, daß ich ständig als Hetera fehl-gelesen wurde und die Dimension Liebe/Partnerschaft/Sexualität in meinem Leben von tragischem Scheitern und tiefer Einsamkeit geprägt war. Ich habe mich schrittweise herangetastet und irgendwann Anfang 2002, als ich anfing, in einer Melodic Death Metal-Band zu singen, fing ich an, auch härtere Spielarten zu mögen. Ich habe mich Anfang 2004 aus dieser Band verabschiedet; sexistische Mechaniken waren ein ziemlich wesentlicher Teil der Gründe, warum das nicht auf Dauer gut ging.

Ich habe mit Metal in den letzten Jahren fast ausschließlich hörend zu tun und frequentiere Szenezusammenhänge (Metalkneipen, Konzerte, Festivals, Zeitschriften, Websites/Communities) so gut wie gar nicht mehr. Die Musik gibt mir noch viel, während die Szene mich nicht mehr lockt.

Adventures in Bra Fitting III: Was ich lernte.

Ein sachlicherer Nachtrag zum letzten BH Rant. Ich fasse hier mal zusammen, was ich in den letzten 4 Wochen gelernt habe. Vielleicht bin ich nicht in allen Punkten 100% korrekt, und am besten lest Ihr das selbst in den Quellen nach, die ich angebe (als Ausgangspunkt, nicht als der Weisheit letzter Schluß), oder recherchiert selbst. Schließlich bin ich, was Brafitting angeht, noch ganz am Anfang.

Was ich lernte – eine Zusammenfassung

Ein Hintergrundartikel: boobs are serious business — part 1 (englisch), über die Frage, was eigentlich am gängigen Größensystem kaputt ist.

Übers Heiraten

@vonhorst hat da auf kleinerdrei.org einen sehr schönen Artikel übers Heiraten geschrieben. Einen Artikel, der wahnsinnig viel bei mir anrührt, gerade weil dieses Thema Heiraten mein Leben scheinbar nicht berührt.

Manchmal lösen die Debatten um Heiraten und die Eingetragene Lebenspartnerschaft eine gewisse Bitterkeit bei mir aus – egal ob homo oder hetero, es geht in diesen Debatten um die Bedürfnisse von Menschen, die in Zweierbeziehungen leben und einen gemeinsamen Haushalt führen (wollen). So vieles ist in diesen Debatten von vornherein ausgeblendet.

Und es ist ja nicht so, daß ich romantische Liebe nie gewollt hätte.