ryuus Hort

Heute ist Ada Lovelace Day!

Ich wunderte mich heute mittag, was all diese Tweets über Ada Lovelace sollten – war heute ihr Geburtstag? Ihr Todestag? Weder noch: heute ist Ada Lovelace Day!

Wer die Dame nicht kennt: Augusta Ada King, Countess of Lovelace (1815-1852) war die erste Person, die sich vorstellen konnte, was man außer Rechnen mit einem Computer machen kann:

Sie war davon überzeugt, dass eine Maschine eines Tages dafür genutzt werden könne, komplexe Musikstücke zu komponieren und Graphiken zu erstellen, und sowohl wissenschaftliche wie praktische Anwendung finden werde.1

Ada Lovelace

Unmutige Gedanken zum Weltfrauentag

Heute Nachmittag stieß ich auf diesen taz-Artikel Augenblicklich regte sich mein Unmut: ich bin es satt, daß ich als Buhfrau dastehen muß, weil ich kein „Männer“-Studienfach gewählt habe und unterstelltermaßen darum keine tolle Karriere mache. Ich bin auch das Bashing der Geisteswissenschaften und der sozialen Berufe, die da implizit drinsteckt, so leid, daß ich gar nicht so viel fressen kann, wie ich kotzen möchte.

Bloggerinnen!

Ob ich dieses Jahr zur re:publica gehe, weiß ich immer noch nicht. Irgendwie fühle ich mich angesprochen, wenn es um das gern beklagte Phänomen geht, daß Frauen in technischen Zusammenhängen unterrepräsentiert seien. Schreibendes Mädchen Bild: stock.xchng … andererseits, warum sollte ausgerechnet ich dafür verantwortlich sein, diesen Mißstand zu beheben, wenn ich nicht aus Interesse am Thema hingehen würde? Und wenn es andere Veranstaltungen gibt (für die es Geld und Urlaub beiseitezulegen gilt), die mir wichtiger und nun mal nicht tech- oder netzaffin sind, wie z.B. die Probenklausur meines Chores? Ich will nicht sagen, daß an der Klage über die geringe Partizipation von Frauen an technischen Themen nichts dran sein: In einem ZEIT-Artikel (von 2008) etwa wurden einige A-Blogger vorgestellt. Was fällt auf? Richtig: Alles Männer. engls „Was tun“ kann ich indessen voll zustimmen: she-publica 2010? Auch ich schwanke angesichts dessen immer wieder zwischen Ratlosigkeit und dem oben beschriebenen „mich nicht verantwortlich fühlen, obwohl es auch mein Problem ist“.

Zum „Warum“ des Phänomens haben die haecksen einen Präsentation gelinkt, die m.E. für alle technischen Bereiche gilt: Women in FLOSS

Bloggen Frauen eigentlich anders? Statistisch gesehen möglicherweise ja.