ryuus Hort

Gesehen: The Hobbit

Meine Geschwister, meine Mutter und ich waren am 26.12. im Kino, und zwar in The Hobbit. Ein Film, auf den ich zwar sehr gespannt war, bei dem ich aber auch schon, als ich hörte, daß es wieder eine Trilogie werden soll, wußte, daß ich nicht dasselbe davon erwarten durfte wie von „Lord of the Rings“ (für die Akten: eine Filmtrilogie, die ich ganz wunderbar und grandios finde). Als Tolkien- und Fantasy-Fan wollte ich diesen Film trotzdem sehen.

Die Vorlage ist abermals ein Roman von John Ronald R. Tolkien. „The Hobbit, or There and Back Again“ erschien erstmals 1937 auf englisch und ist eigentlich ein Kinderbuch. Die Handlung eine recht geradlinig erzählte Abenteuergeschichte. Die spielt zwar auf derselben Welt wie Tolkiens späteres Hauptwerk „The Lord of the Rings“, aber die Welt ist im „Hobbit“ bei weitem noch nicht so ausgereift. Die Buchvorlage ist damit schon einmal eine ganz andere als der epische und mit reichlich tragischen Elementen versehene „Lord of the Rings“. Es ist ziemlich lang her, daß ich das Buch das letzte Mal gelesen habe, darum kann ich jetzt auch den Grad an Texttreue nicht beurteilen.

Und wie gefiel mir der Film jetzt? In einem Wort: Ambivalent. Ich habe viel an dem Film auszusetzen, aber ich habe auch Spaß an ihm gehabt.

Nach dem Link kommen ein paar potentielle Spoiler – wer den Film also ungespoilert sehen will, hier bitte nicht weiterlesen:

Gesehen: Baikonur

Ganz spontan war ich gestern mal im Kino und ich habe mal keinen Hollywoodschinken gesehen, sondern einen gerade angelaufenen deutschen Film. Baikonur heißt das gute Stück, und es handelt von einem jungen kasachischen Schrottsammler und einer Weltraumtouristin.

Die Geschichte: Iskander lebt in einem winzigen Hirtendorf etwas östlich vom Kosmodrom Baikonur. Die Leute dort leben nicht nur von Schafen und Kamelen, sondern auch davon, abgeworfene Teile von den Raketen, die in Baikonur starten, aufzusammeln und gewinnbringend zu verwerten (kein ungefährliches Unterfangen). Der junge Mann, der einzige im Dorf, der ein altertümliches Funkgerät bedienen kann, trägt den Spitznamen „Gagarin“ – er träumt von den Sternen und insbesondere von der Weltraumtouristin Julie. Deren Reise zur ISS verfolgt er denn auch fasziniert im Fernsehen und an seinem Funkgerät. Bei Julies Rückkehr geht etwas schief, ihre Landekapsel landet nicht im vorgesehenen Gebiet, sondern in der Nähe von Iskanders Dorf, wo sie von Iskander gefunden und zu ihm nach hause mitgenommen wird. Zu allem Überfluß hat sie ihr Gedächtnis verloren. Iskander nutzt das schamlos aus und gibt sie als seine Verlobte aus, was natürlich zu Verwicklungen führt.

Vorsicht, nach dem Link kommen evtl. ein paar Spoiler…