ryuus Hort

Metal, ich und Empowerment

tl;dr: Im Metal gibt es viele kackscheißige Aspekte, trotzdem mag ich diese Musik und sie hat empowernde Aspekte für mich.

Vor einiger Zeit wurde in meiner feministischen Filterbubble viel über Musik geschrieben, und ich fühlte mich inspiriert, was über meine Beziehung zu einem Genre zu schreiben, das mir was bedeutet, obwohl es dort jede Menge Mackertum gibt, nämlich Metal. Ich weiß nicht, ob das metallische Mackertum ein schlimmeres oder grundsätzlich anderes ist als das übliche in Rock/Pop-Kontexten.
Ich komme erst jetzt dazu, aufzuschreiben, was ich dazu zu sagen habe, weil ich sehr mit Musikmachen beschäftigt war.

Ich habe um 2000 angefangen, Metal zu hören, in einer Zeit, als ich mich von Konformitätsdruck belagert fühlte, hin und her gerissen zwischen subkulturellen Identitäten (beziehungsweise dem Gefühl, daß auf der einen Seite meine Subkultur-Identität als Goth stand, ich auf der anderen Seite qua Begehren auf die Homo-Szene verwiesen wurde, in der ich mich unwohl fühlte), leidend darunter, daß ich ständig als Hetera fehl-gelesen wurde und die Dimension Liebe/Partnerschaft/Sexualität in meinem Leben von tragischem Scheitern und tiefer Einsamkeit geprägt war. Ich habe mich schrittweise herangetastet und irgendwann Anfang 2002, als ich anfing, in einer Melodic Death Metal-Band zu singen, fing ich an, auch härtere Spielarten zu mögen. Ich habe mich Anfang 2004 aus dieser Band verabschiedet; sexistische Mechaniken waren ein ziemlich wesentlicher Teil der Gründe, warum das nicht auf Dauer gut ging.

Ich habe mit Metal in den letzten Jahren fast ausschließlich hörend zu tun und frequentiere Szenezusammenhänge (Metalkneipen, Konzerte, Festivals, Zeitschriften, Websites/Communities) so gut wie gar nicht mehr. Die Musik gibt mir noch viel, während die Szene mich nicht mehr lockt.

Musik, auf die ich mich diesen Herbst freue

Ich mag den Herbst ja nicht. Ich bin ja so ein Sommerwesen, und wenn es dann wieder kalt wird und es immer früher dunkel wird, macht mich immer das erst einmal melancholisch. Aber dieser Herbst wird mir versüßt durch die Vorfreude auf ein paar neue Platten:

Am 20. September kommt das neue Album von Dream Theater. Deren letzte CD „A dramatic turn of events“ kann ich ja rauf und runter hören – ja, ich schätze, ich bin ein Fan geworden 🙂

Was ich heute gelernt habe: qmidiarp & Synthesizerzeug

Ich habe gerade Lust, ein bißchen Tagebuch zu führen und dieses Blog dafür zu nutzen. Weil ich gerade Lust habe, neue Dinge zu lernen, will ich den Schwerpunkt darauf legen, was ich so lerne.

Die Prokrastination schlug heute gewaltig zu, und wie ich nun mal bin, vertrödele ich die Zeit nicht mit Zocken oder Fernsehen, sondern entweder mit Spinnen, Stricken und Kochen oder mit Dingen, die andere als kreativ einstufen würden. So habe ich mich aus einem „Kann doch irgendwie nicht sein, daß ich mit dem ganzen tollen Spielzeug, das es für Linux gibt, nix anfangen kann“ ein wenig an das Thema Synthesizer-Emulation gemacht.