ryuus Hort

Warum ich gerne ein Nerd bin

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Wenn man sich wie ich immer schon für Dinge interessiert hat, die der Umwelt seltsam erscheinen, und das in einer Intensität, die anderen abwegig erscheint, dann wird man von vielen abqualifiziert. Als Sonderling, als Misfit – und das aber nicht als Abwertung anzunehmen, sondern es zu wenden, die stolze Selbstbezeichnung „Nerd!“ daraus zu machen: das ist ein Gedanke, mit dem ich mich anfreunden kann. Auch, weil ich mich gegen die „Kind, mußt du es dir so schwer machen?“- oder „Schwarz biste, schwul biste, jetzt mußt du auch noch Jude werden“-Anwürfe wehren muß. Ich habe mir nicht ausgesucht, mich für „exzentrische“ Dinge zu interessieren. Ich kann versuchen, mich auf Normalmaß zurechtzustutzen, indem ich mir verbiete, mich mit allzu seltsamen Dingen zu beschäftigen oder wenigstens das Interesse dafür nicht nach außen zeige. Ich könnte versuchen, mich oder wenigstens mein nach außen gezeigtes Bild zu einem vollkommen „normalen“ Menschen ohne „abschreckende“ Eigenschaften, der nirgends aneckt, zu machen – wenn es möglich wäre, wäre das Resultat jedoch farblos und ultimativ langweilig. Bei vielen meiner Leidenschaften ist das Energieverschwendung und obendrein vergeblich. Genauso gut kann ich ohne Scham dem nachgehen, was mich gerade begeistert: das ist wesentlich besser fürs Selbstwertgefühl. Und wer definiert schon, was normal und was exzentrisch ist?

Softwareinstallation – Spaß am Gerät

Heute morgen bin ich nochmal die Dinge durchgegangen, die hier rumlagen und noch installiert sein wollten. Auf Skype verzichte ich hier mal, das habe ich auf meinem Netbook, wenn ich skypen mußwill, kann ich das immer noch anschmeißen – und es gibt keine Version für 64-bit Linux! BloGTK 2.0 und gwibber hängen von Sachen ab, die Lenny noch nicht hat, den Streß, dann aus meinem Lenny einen halben Sid zu machen, wollte ich mir nicht geben. Und nachdem Truecrypt beim Installieren mehrfach unbehebbar zickte, dachte ich mir, ok, dann suche ich mir hier halt andere Methoden, meine Dateien zu verschlüsseln. Ein bißchen ärgerlich ist, daß ich bisher weder freemind noch xmind zum Laufen kriege. Immerhin: mein geliebtes pyroom läuft. Was jetzt noch aussteht: Webserver zum Laufen bringen, WordPress und Textpattern zum Testen lokal installieren. Denn für solcherlei hab ich mir diese Maschine ja zugelegt.

Letztens hatte ich die Idee, mir mal einen neuen Monitor zu kaufen – ich sitz hier immer noch vor einer recht billigen Röhre. Da ist nur die Frage: Lohnt sich ein neuer Flachbildschirm, wenn daran ein in die Jahre gekommener (wenn auch trotzdem noch flotter und stabiler) Rechner hängt?

Neues vom Bastelrechner: Spaß mit Lenny

So, nun habe ich mir gestern einen ganzen Abend um die Ohren geschlagen mit dem Versuch, diverse Programme auf Debian Lenny zum Laufen zu bringen. Viel Handarbeit und noch viel viel lernen sie muß, kleine /root.

Positiv überrascht war ich davon, wie einfach doch die Migration bzw. das Kopieren meines Mailaccounts ging. Einfach das Verzeichnis .mozilla-thunderbird/ ins neue /home/$USER transferiert und Mails, Einstellungen, alles da. Sogar meine virtuellen Ordner leben noch; einzig Enigmail muß ich noch beibringen, nicht ständig zu meckern, wenn ich meine Nachrichten nicht verschlüssele. Leider nutzen ja die wenigsten diese Möglichkeit… Ich habe erst einmal davon abgesehen, den neuesten Donnervogel zu installieren. Wäre mir zuviel, es gibt schon genug Dinge, die ich von Hand installieren muß. Total simpel war auch die Installation von Dropbox (hier beschrieben).

Was aber gar nicht so wollte wie ich: